Pharmabranche: Der Schweizer Konjunkturstabilisator unter Druck

Shownotes

Der Life-Science-Sektor und die Pharmaindustrie sind für die Schweiz nicht einfach eine starke Branche unter vielen. Sie sind ein zentraler Produktivitäts-, Wachstums- und zunehmend auch fiskalischer Faktor. Ihr Anteil an der Gesamtwertschöpfung liegt gemäss Studien heute bei über zehn Prozent, und die Produktivität der Branche ist mit rund einer Million Schweizer Franken Wertschöpfung pro Vollzeitstelle enorm. Die Ökonomen von Wellershoff & Partners, haben den Sektor genauer unter die Lupe genommen. Im Gespräch werfen wir einen Blick darauf, warum diese Branche für Wachstum, Produktivität und Staatseinnahmen so wichtig geworden ist, weshalb der Standort Schweiz gleichzeitig unter Druck gerät und was das für Innovation, Versorgung und klinische Forschung bedeutet. Die Frage ist: Braucht die Schweiz bessere Rahmenbedingungen für den Sektor, damit ihre volkswirtschaftliche Stärke erhalten bleibt? Und was geschieht, wenn es nicht gelingt, sicher durch die aktuell stürmischen Zeiten zu segeln?

Dieser Podcast wird von den Schweizer Niederlassungen der Unternehmen Bristol Myers Squibb, Biogen, MSD Schweiz und Novartis Pharma Schweiz ermöglicht.

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00:00:02: Willkommen beim Podcast Gesundheitspolitik im Fokus.

00:00:05: Mein Name ist Heike Scholten, ich freue mich heute mit Johannes von Mandach über die volkswirtschaftliche Bedeutung des Life Science Sektors und insbesondere der Pharmaindustrie für die Schweiz zu sprechen.

00:00:17: Wir schauen darauf warum diese Branche für Wachstum Produktivität und Staatseinnahmen so wichtig ist weshalb der Standort Schweiz gleichzeitig unter Druck gerät Und was das für Innovation, Versorgung und klinische Forschung bedeutet?

00:00:32: Johannes von Mandach ist Head of Economic Research bei Wellersoft & Partners.

00:00:37: Er analysiert seit Längerem die Rolle der Pharmaindustrie für die Schweizer Volkswirtschaft und hat dazu verschiedene aktuelle Einordnungen publiziert.

00:00:47: Herr Von Mandach, herzlich willkommen!

00:00:49: Schön sind Sie da!

00:00:50: Auf jeden Fall sehr Dank für die Einladung

00:00:58: Zum Einstieg.

00:00:59: – ganz kurz und knapp Wenn Sie die Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz in einem Satz zusammenfassen müssten, warum ist sie heute so zentral?

00:01:09: Ich glaube da gibt es zwei Ebenen.

00:01:10: Die eine ist eben die wirtschaftliche.

00:01:12: Also die Pharma-Industrie ist sehr stark gewachsen und trägt eine wesentliche Säule der Schweizer Wirtschaftsleistung im Generellen.

00:01:19: Und dann gibt's natürlich auch die medizinische.

00:01:21: Die Pharmaindustrie ist natürlich auch für die Innovation verantwortlich, die unsere Gesundheitsversorgung stark bringt.

00:01:27: Steigen wir vertieft ein in unser Gespräch?

00:01:30: Wenn wir einen Blick auf die jüngeren Analysen richten, dann ist die Zuspitzung ziemlich klar.

00:01:36: Pharma ist für die Schweiz nicht einfach eine starke Branche unter vielen sondern ein zentraler Produktivitätswachstums und zunehmend auch fiskalischer Faktor.

00:01:46: In ihren Publikationen Herr von Mander, heißt es etwa die Chemie- und Pharmabranche habe in den letzten Jahren massiv Anbedeutung gewonnen.

00:01:56: Ihr Anteil an der Gesamtwärtsschöpfung liegt heute bei über zehn Prozent Und ohne Chemie und Phama wäre das pro Kopf Einkommen im vergangenen Jahr gesunken.

00:02:05: Gleichzeitig argumentieren Sie dass mittlerweile rund die Hälfte des Schweizer Wirtschaftswachstums auf diese Branche entfällt.

00:02:14: Schauen wir uns das genauer an.

00:02:15: Mich interessiert deshalb zuerst, was genau sehen wir hier eigentlich?

00:02:20: Sehen wir vor allem eine besonders erfolgreiche Branche oder mehr?

00:02:25: Ich glaube, wir sehen beides.

00:02:26: Wir sehen einerseits eine sehr erfolgreche Branche der es gelungen ist in den letzten Jahren sehr innovativ zu sein und Produkte zu entwickeln die sich dann eben auf dem globalen Markt verkaufen lassen.

00:02:36: das ist eine Erfolgsgeschichte.

00:02:37: ich glaube das kann man sagen.

00:02:38: Und gleichzeitig ist natürlich auch so, wenn eine Branche so viel Raum einnimmt oder eben auch so stark an Bedeutung gewinnt.

00:02:44: Heißt das nichts anderes als dass die anderen Branchen diese Entwicklung nicht mitgemacht haben?

00:02:48: Das heißt es gibt ganz viele Branchen, die in den letzten Jahren nicht gewachsen sind.

00:02:53: also wenn wir mal die Chemie und Pharma rausrechnen und auf die Produktivität schauen dann ist eigentlich in der ganzen restlichen Gesamtwirtschaft ist die Produktiverität in den Letzten zehn Jahren nicht nur nicht mehr gestiegen sondern sogar gesunken.

00:03:05: Das heißt, eigentlich auch der Bechäftigten in der Schweiz sind im Branchen tätig die nicht mehr produktive geworden sind in den letzten zehn Jahren.

00:03:13: Also die eigentlich nur noch in die Breite gewachsen sind und das muss uns natürlich sagen breit.

00:03:18: Wir müssen das relativ betrachten.

00:03:20: also die Branche ist zentral von zentraler volkswirtschaftlicher Bedeutung aber wir müssen es im Verhältnis eben auch zu den anderen sehen.

00:03:26: während die anderen stärker hätte die Farmer eine andere Position wenn ich das interpretieren darf so

00:03:34: Genau, es zeigt natürlich beides.

00:03:35: Es zeigt eben, dass der Erfolg der Schweizer Wirtschaft sehr stark jetzt auch getrieben war durch das starke Wachstum in der Pharmaindustrie und wenn wir das rausnehmen, dass die Schweizerwirtschaft sonst nicht mehr gewachsen wäre im Sinne von, dass sie produktiver geworden wäre.

00:03:48: Also das heißt, wir müssen eigentlich ja also was ein bisschen wie dankbar sein dafür, dass es eine starke Branche gibt, die eigentlich die Volkswirtschaft stark trägt?

00:03:58: Genau.

00:03:59: Wir sehen natürlich durch diese starken Abhängigkeit auch, dass es sehr wichtig ist, dass wir eben solche hochproduktive Branchen haben und Dankbarkeit ist natürlich das eine.

00:04:08: Aber wesentlich ist natürlich, dass uns vor allem überlegen wie können wir auch an anderen Branchen auch ein solches Wachstum ermöglichen oder eben auch andere Branchen ermögliche, damit sie produktiver werden können und ihnen auch wachsen können?

00:04:20: Das macht ja nicht die Pharmaindustrie.

00:04:23: Bleiben wir sozusagen hier beim Live Science und bei der Pharma-Industrie Und dann gäbe es denn so eine Kennenzahl, wirklich so eine kennenzahl wo sie sagen würden.

00:04:33: Die Bedeutung erklärt diese Kennenzahlen am klarsten, am deutlichsten und wenn ja warum?

00:04:41: Ja also die bedeutende Pharmaindustrie sieht man sehr stark an der Arbeitsproduktivität.

00:04:45: Also das heißt, wie viel wirtschaftliche Leistung wird eigentlich pro Arbeitsplatz erzielt.

00:04:50: Und in der Pharmaindustrie ist es sehr hoch.

00:04:52: also da wird im Durchschnitt pro Vollzeitstelle über eine Million Franken an Wirtschaftsleistungen erzielen.

00:04:57: Das ist fünfmal mehr oder sogar mehr als fünf Mal soviel wie in den restlichen Gesamtwirtschaften.

00:05:02: D.h.,

00:05:02: die Pharma-Industrie ist deutlich produktiv und das zeigt eben auch was für Lohn ginge!

00:05:07: wenn wir die Pharma-Branche nicht mehr hätten.

00:05:10: Wenn wir solche hochproduktive Branchen nicht mehr haben, dann heißt das auch schnell mal, dass wir viel an Leistungsfähigkeit verlieren

00:05:15: wollen.".

00:05:16: Wie kommt denn diese Arbeitsproduktivität konkret zustande?

00:05:19: Also gibt es natürlich viele verschiedene Faktoren, die in einer Rolle spielen.

00:05:22: Ein wichtiger Faktor ist, dass die Branche sehr kapitalintensiv ist.

00:05:25: Das heisst wird so eine sehr viele Investitionen getätigt.

00:05:29: Einerseits sind Forschung und Entwicklung aber eben auch in die Anlagen, in die Produktionsanlagen, die Automatisierung von Prozessen.

00:05:35: Das hilft natürlich, produktiver zu werden!

00:05:37: Dann ist es so, dass in der Farmeindustrie sehr viele Leute beschäftigt sind.

00:05:41: Die sehr intelligent sind und sehr gute Ausbildung haben – das hilft natürlich auch die Produktivität zu stärken!

00:05:46: Und dann ist es natürlich so, daß in der Farmindustrie Produkte hergestellt werden, die auf einem globalen Markt abgesetzt werden können.

00:05:52: Das hilft natürlich ein großes Investitionsvolumen oder im großen Kosten auch auf dem gesamten Markt abzuwälzen.

00:05:58: Genau und das heißt, dass macht auch ein bisschen die Marktkleinheit.

00:06:03: Wenn wir jetzt vom Absatzmarkt her ausgehen, das relativiert dann die Kleinheit vom Schweizer Markt?

00:06:08: Genau!

00:06:09: Das heißt eineseits ist es eben schwierig für binorientierte Branchen auch so stark zu werden oder so produktiv zu werden weil sie nicht auf dem globalen Absatzmarkt tätig sein werden können.

00:06:18: Darum ist es eben so wichtig, dass wir eine auch starke Exportindustrie haben und das heißt aber eben auch, dass die Schweiz eigentlich nur ein sehr geringer Nachfrager ist von den Produkten, die die Farmeindustrie herstellte.

00:06:30: Genau!

00:06:30: Und das liegt ja an der Größe vom Land, nehm ich mal an?

00:06:33: Genau!

00:06:33: Das kommt automatisch dadurch durch, dass Die Wirtschaftskraft der Schweiz klein ist und dass hier nicht so viele Leute leben wie bei dem Globalen Absatzmarkt wenn wir zum Beispiel mit den USA vergleichen.

00:06:41: Das nötigen Vielfaches am Nachfragevolumen.

00:06:44: Vielleicht noch ein bisschen grundsätzlicher, wenn wir über die Bedeutung der Pharmaindustrie sprechen.

00:06:49: Wir sind ja eigentlich hier inzwischen auch in einer politischen Debatte, die sich verschärft hat wird die Beteutung eher unterschätzt?

00:06:57: Der Branche oder überschätzts und warum Oder vielleicht sogar beides und wenn dann ja von wem?

00:07:04: Ich glaube wir haben wirtschaftlich einfach sehr gute Jahre hinter uns.

00:07:07: Und da tendiert man vor allem im politischen Prozess dazu, dass wir uns sehr stark darauf konzentrieren wie wir eigentlich das eure Wirtschaft der Einkommen wieder ausgehen können.

00:07:15: Da gibt es natürlich ganz viele Punkte die auch ganz relevant sind also wenn wir an die Altersvorsorge denken oder das Thema Rund-und-die-Landesverteidigung.

00:07:22: Also da gibt's ganz viele Themen die ganz wichtig sind.

00:07:25: Aber wie wir natürlich sehen, wenn wir das langfristig erhalten möchten müssen wir uns zwingend auch damit beschäftigen, wie eben das volkswirtschaftliche Einkommen erwirtschaftet wird.

00:07:34: Und das hat sicher in den letzten Jahren starke Litten in der politischen Diskussion, das ist zu kurz gekommen und das müssen wir schleunigst ändern, wenn man eben das Volksmodell Schweiz erhalten möchte.

00:07:42: Wenn Sie sagen Wir, wen meinen Sie mit diesem Wir?

00:07:45: Ja wir sind im Schluss, wir alle erleben eine direkte Demokratie, da sind wir alle gefragt aber natürlich ganz speziell auch die Politik gefragt.

00:07:52: Und die Politik, also wer in der Politik?

00:07:54: Ich bohr jetzt da extra noch ein bisschen

00:07:56: nach.

00:07:56: Ja aus dem Schluss werden ja in der Politik die Entscheidungen insgesamt gefällt.

00:07:59: das sind nicht einzelne Politiker, die da einen Ausschlag geben können.

00:08:03: Das heißt man ist insgesamt wie das Gesellschaft und auch die Politik insgesamt ist da stark gefordert.

00:08:08: Also das heißt sie würden sagen es braucht ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit, in der Bevölkerung für die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche.

00:08:16: Aber in der aktuellen Situation braucht es auch mehr Sensibilität in der Politik für das, was geschieht damit die Branche stark bleiben kann hier in der Zukunft.

00:08:26: Genau!

00:08:26: Das gilt für die Pharmaindustrie aber das geht natürlich auch für alle anderen Industrien.

00:08:29: ich glaube ist wichtig dass wir uns wieder mehr damit beschäftigen, wie eigentlich das Einkommen.

00:08:34: Dass wir alle so gerne ausgeben und auch der Staat sich gerne ausgibt, die das eigentlich zustande kommt.

00:08:38: Und wissen wieder zu dem Punkt kommen, dass es sich unternehmerisches Handeln lohnt.

00:08:43: Was für die letzten Jahre gemacht haben ist genau das Gegenteil.

00:08:46: Wir haben die Anreize verkleinert, dass sich eben unternehmerische Handel lohnt.

00:08:51: Steigen wir noch ein bisschen tiefer in diesen ökonomischen Fußabdruck der Branche ein?

00:08:55: Herr von Mandach, ein zentraler Punkt in Ihren Auswertungen ist die Produktivität.

00:08:59: Sie haben das schon angesprochen.

00:09:01: gerade eben sie sagen zugespitzt Die Pharma-Branche sei fünfmal produktiver als der Durchschnitt der Schweizer Wirtschaft.

00:09:08: Das eine ganze Menge!

00:09:10: Das macht also deutlich hier geht es nicht nur um Größe Hier geht es um eine außergewöhnlich hohe Leistungsfähigkeit.

00:09:17: Sie haben jetzt gesagt, besonders intelligente Leute oder intelligente Menschen die in der Branche tätig sind.

00:09:23: Was heißt das?

00:09:25: Ja also wir sehen ganz klar dass sehr viele Leute beschäftigt sind, die einen hohen Bildungsabschluss haben, die eine sehr spezifische Ausbildung genossen haben auch oft im Ausland dort Erfahrungen sammelt haben in anderen Bereichen und dann hier in der Schweiz tätig sein.

00:09:38: Da sieht man doch einen signifikanten Unterschied eigentlich zum Schnitt der Schweizer Gesamtwirtschaft.

00:09:43: Schweizer Gesamtwirtschaft kommen wir vielleicht darauf zurück, Sie argumentieren auch mit den öffentlichen Finanzen.

00:09:48: Wie stark hängen Bund, Kantone und Gemeinden heute vom Erfolg dieser Branche ab?

00:09:53: Also wie ist das sozusagen dann verteilt?

00:09:55: Ja wenn wir von Abhängigkeiten sprechen, dann neigt man immer das ein bisschen zum Übertreiben gerade wenn man so volkswirtschaftliche Betrachtung macht, weil man geht dann schnell einmal davon aus ja was passiert?

00:10:05: Wenn einfach die ganze Branche wegfällt und dann kreiert man Szenare wo eben die Branche ist.

00:10:10: Und wenn die Bransche da nicht mehr ist, dann ist einfach gar nichts mehr da.

00:10:12: Das ist ja nicht so realistisch, weil auch die Schweizer Wirtschaft hat sich als sehr anpassungsfähiger erwiesen.

00:10:17: das heißt wenn eine Branche vielleicht kleiner wird gibt es meistens Raum für neue Branchen zu wachsen, weil er da auch Ressourcen frei wäre.

00:10:24: Das lässt sich auch historisch ein bisschen zeigen denke ich in der schweizerischen Wirtschaftsentwicklung dass es sozusagen wie ein bisschen Branchen Wellen auch gab.

00:10:34: Und jetzt in den letzten Jahren war's die Pharma-Branche oder ist das die Pharmarbranche?

00:10:38: Genau, das ist natürlich ein normaler Anpassungsprozess und wenn wir in allen Branchen immer gleich wären dann könnten sie sich ja nicht die weiterentwickeln, die eben besonders erfolgreich sind.

00:10:47: Jetzt ist aber eben das ganz Spezifische, wenn man auf die Pharmeindustrie schaut, ist, dass sie halt eben deutlich produktiver ist als die anderen Branchen.

00:10:54: also es gibt keine Branche, die auch nur annähernd so produktiv ist.

00:10:57: Wir haben schon angetönt Sie ist fünfmal produktiv, was die gesamte Schnitt.

00:11:00: Das heißt auch wenn die Pharmaindustrie sozusagen nicht mehr in der Schweiz ist würden wir auch an Leistungsfähigkeit zwangsläufig verlieren weil das eben keine andere Branche auffangen kann, weil es eben keine Branche gibt die so produktiv ist.

00:11:13: Und das zeigt eben schon, was auf dem Spiel steht.

00:11:16: und wenn man das eigentlich vor diesem Hintergrund analysiert also wirklich was würde wo könnten denn die Ressourcen hinfließen?

00:11:22: Wenn sie nicht in der Pharmaindustrie wären und dass dann ein bisschen vergleicht, dann sind aber die Effekte immer noch massiv, die da auf dem Spiele stehen.

00:11:27: Also da sind immer noch Steuereinnahmen in der Höhe von etwa acht bis zehn Milliarden, wenn man wirklich die Vollkostenrechnung macht für Bund, Kantone, Gemeinde und eben nach den Sozialversicherungen stehen da acht bis zehn Milliarden auf dem

00:11:40: Also eine ganze Menge.

00:11:41: und wenn wir so aus der gewöhnlichen Optik heraus auf die Branche schauen, dann sehen wir vielleicht Basel.

00:11:50: Wir sehen den Kanton Zug, wir sehen die Region um die EPFL herum in der Romondie.

00:11:56: Viele denken eben vor allen Dingen da findet dies statt aber ist es nur da?

00:12:01: oder würden sie sagen nein das verteilt sich eben auch anders auf die Schweiz?

00:12:06: Die Zahlen zeigen, dass die Verbranche schon in Klassen angegliedet ist.

00:12:14: In gewissen Regionen sehr stark, wie Sie gesagt haben im Stadt Basel.

00:12:20: Aktiv wird ein Drittel der Wertschöpfung und auch ein drittel der Arbeitsplätze erzielt.

00:12:26: Vorhanden im Basel, aber wenn eben dort ein Drittel ist heißt ein Zwei-Drittel ist noch an anderen Orten.

00:12:30: Also die Pharmaindustrie ist eben auch in anderen Gebieten ansässig und leistet da sozusagen einen wirtschaftlichen Beitrag.

00:12:37: das heisst es nicht nur Basel sondern auch andere Regionen.

00:12:40: Und was man nicht vergessen muss, wenn wir dann auch auf die fiskalische Dimension kommen.

00:12:44: Die Kantone sind natürlich auch miteinander vernetzt werden.

00:12:47: Nationalen Finanzausgleich wo die Ressourcenstärke unter den Kantonen ausgeglichen wird oder teilweise ausgeglichene wird.

00:12:53: Wir haben starke Transferzahlungen, die vom Bund an die Kantone fließen.

00:12:57: das heißt im Schluss sind eigentlich alle Kantone zumindest indirekt mit der Pharmaindustrie und eben dem Erfolg der Phamaindustrie verbunden.

00:13:04: Also das heißt, man könnte eigentlich sagen wenn in Basel der Pharma-Motor läuft dann geht es auch ab und zu innerrotend gut.

00:13:12: Genau!

00:13:12: Dann geht es uns allen gut.

00:13:13: Das kann man so sagen.

00:13:14: Dann geht's uns allen Gut.

00:13:16: aber man könnte jetzt ja auch sagen also ich habe hier dieses Papier von Ihnen vor mir liegen Schweizer Pharmaindustrie too big to fail.

00:13:22: Das heißt dass scheint da stecken eben auch Wiesigen drin in dieser Erfolgsgeschichte.

00:13:28: Was bedeutet das?

00:13:29: Mit welchen Risiken müssten wir jetzt dienen, in der Zukunft oder eben auch vermeiden dass die eintreten?

00:13:35: Wir haben ja schon angesprochen, dass die Produktivität in der Pharmaindustrie sehr hoch ist und dass sie auch gewachsen ist Und dass aber gleichzeitig die anderen Branchen in der Schweiz oder die gesamte Wirtschaft, wenn man die Pharma ausklammert, diese Entwicklung nicht mitgemacht hat.

00:13:49: Das heißt auch der Erfolg der letzten Jahre oder eben auch das Wirtschaftswachstum der letzten Jahr in der Schweizer war sehr stark durch die Pharmaindustrie geprägt und da sind natürlich Abhängigkeiten entstanden.

00:13:58: Die Pharmaindustrie hat da auch große Probleme überdeckt in vielen andern Branchen die dann eben nicht ans Licht gekommen sind, weil die Gesamtzahl, die man vielleicht auch beim Wirtschaftswachstum ausweisen konnte, dank der Pharmaindustrie gut war.

00:14:12: Das heißt wir sind schon... Die ganze Leistungsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft ist stark abhängig geworden von der Phharma-Industrie.

00:14:18: Darum auch der Titeltubik to Fail.

00:14:20: aber man muss natürlich auch sehen.. Der Begriff kommt aus der Finanzindustrie.

00:14:23: da sind natürlich auch systemische Risiken spielen da eine Rolle und Ansteckung gefahren das es in der Phama-IndUSTrie eher weniger der Fall.

00:14:31: Aber wir möchten ja eben nicht dass dieses Risiko eintrifft.

00:14:34: Wie verhindern wir das?

00:14:35: Also ich möchte nochmal betonen, bleiben wir mal bei der Pharma-Branche.

00:14:40: Bleiben wir bei Live Science.

00:14:41: Es ist klar die anderen haben da nicht so vorwärts gemacht.

00:14:45: aber wir wollen ja nicht dass die Pharma, dass der Pharmastandort letztlich leidet und da gäbe es ja was zu tun.

00:14:51: Gäbst du etwas zu tun?

00:14:52: Was gibt's zu tun um genau das eben nicht eintreten zu lassen sondern dass wir sagen doch wir wollen die Branche behalten die eben diese Innovationsstärke hier ins Land bringt.

00:15:04: Ja, da werden wir nicht um den Weg vorbeikommen die Raumdehung entsprechend so zu setzen.

00:15:08: Dass es eben attraktiv ist für die Pharmaunternehmen hier zu investieren und hier Forschung zu betreiben Und eben auch diese hohen Investitionen hier zu tätigen Da werden wir uns das nicht herumkommen.

00:15:17: Das heißt Wir müssen wirklich die Steine wirklich umkehren und anschauen, was können wir anders machen?

00:15:24: Vor allem im Bereich der Regulierung in der Administration.

00:15:27: Wir haben ganz viele Bereiche wo auch in der Pharmaindustrie hineinreichen, wo sich ganz viele Leute mit Themen beschäftigen müssen die eigentlich vom Kernbereich der Industrie selbst nichts mehr zu tun hat weil sie eben aufgehalten werden mit administrativen Tätigkeiten.

00:15:41: Wir haben gerade, wenn es um die Regulierung geht bei den Zulassungsverfahren Herausforderungen und dass das in der Schweiz sehr lange geht.

00:15:47: Also das sind Themen, die man umgehend angehen muss.

00:15:51: dann gibt's auch eine ganze Frage mit den Beziehungen zu unseren Handelspartnerländern, die man zumindest klären muss in den nächsten Jahren.

00:15:58: Also ich glaube da haben wir ganz viele Hausaufgaben, die wir ungeachtet von dem was auf der Welt passiert, die ihr selbst machen müsst.

00:16:04: Wir kommen auf die Welt zu sprechen jetzt gleich, was da draußen los ist und das jetzt auch diese Dynamik wahrscheinlich reingebracht hat.

00:16:11: Ich möchte aber trotzdem noch mal beim Wir bleiben!

00:16:14: Wir müssen!

00:16:15: Wer genau isst wir?

00:16:18: Aus dem Schluss ist natürlich die Politik, die den Rahmen umsetzt.

00:16:20: Das heißt die Politik ist auch dafür verantwortlich.

00:16:23: Also der Bundesrat ist in Charge, um das nochmal konkreter zu formulieren.

00:16:27: Der Bundesrat is in charge aber natürlich auch das gesetzgebende Parlament.

00:16:30: also da sind verschiedene Rollen in Charge die ja eigentlich die Kennaufgabe haben dafür zu sorgen dass es uns in der Schweiz gut geht und uns geht's in der schweiz vor allem auch dann gut wenn wir eben einen hohen Lebensstandort haben, also unseren Wohlstand halten können.

00:16:44: Und den können wir nur halten wenn wir eben sicherstellen dass sich Branchen oder eben Industrie positiv entwickeln können und dafür müssen die richtigen Rahmen dem gesetzt werden.

00:16:52: das heißt da liegt auch die Verantwortung dass eben diese Rahmenung richtig gesetzt

00:16:56: wird.

00:16:59: Schauen wir uns die Welt an der Standort Schweiz unter Druck.

00:17:02: in der Analyse des Branchenverbandes der forschenden Pharmaunternehmen der Schweizer Interpharma ist der Ton scharf.

00:17:08: Die Rede ist vom Pharma-Standort Schweiz am Scheideweg.

00:17:12: Begründet wird das mit geopolitischen Verschiebungen, mit steigendem Druck aus den USA und China.

00:17:18: Mit dem verschärften Standortwettbewerb und neuen internationalen Spielregeln wie dem Most Favored Nation.

00:17:24: Regime bei dem die Schweiz in den US-Modellen als Referenzland auftaucht klingt kompliziert.

00:17:30: Deshalb fordert die Branche unter anderem gewisse Regulierungsvorhaben für den Standort Schweiz zu stoppen Das Preissystem zum modernisieren und eine griffige Pharma- und Life Science Strategie zu entwickeln.

00:17:43: Teilen Sie die Diagnose in der Tonalität, wie Interpharma das adressiert hat?

00:17:49: Herr von Mandach!

00:17:52: Und was heißt aus Ihrer Sicht in den letzten Jahren so stark verändert dass die Branche heute so offensiv eine Standortpolitik auch einfordert?

00:18:00: Also der Druck ist real und das ist auch nicht bestreitbar weil der Druck kommt eines Hauses voraus und sie haben es angetönt.

00:18:05: Die Weltpolitik hat sich massiv verendet.

00:18:08: Es ist auch so, dass immer viel größere Mitspieler auf dem Weltmarkt sich auch aktiv dafür einsetzen.

00:18:14: Dass die ganzen Wohlstandsgewinne, die wir durch den Welthandel erzielt haben, dass man die Rückgänge macht und das ist natürlich für eine Branche, die stark exportorientiert ist sehr schwierig.

00:18:23: Und dann ist es – und das müssen wir halt ehrlich sein gibt's auch Druck von innen, das haben wir jetzt schon diskutiert ganz viele Bereiche, wo wir selber eben auch die Hausaufgaben machen müssen.

00:18:34: Die dazu führen dass sich im Branchen nicht positiv entwickeln können und eben die Pharma-Branche auch nicht.

00:18:39: Jetzt haben sie gesagt warum die Branche dann sich so aktiv für eine Standardpolitik einsetzt?

00:18:45: Ich glaube da muss man sich ja grundsätzlich schon mal vorsichtig sein weil wenn es sich ein Interestensgruppe für bessere Bedienungen einsetzt heißt das ist noch nicht zwangsläufig, dass das für die Gesamtgesellschaft sinnvoll ist, wenn man diese Bedingungen entspricht.

00:18:59: Ich glaube wir haben in den letzten Jahren ganz viele Interessen ins Gruppen gesehen die sich damit beschäftigt haben einfach ein größeres Stück von Gesamtkuchen für sich zu entscheiden.

00:19:06: aber ich glaube eben das ist ja genau das Problem dass wir uns sehr stark darauf konzentriert haben wie können wir die Wohlstandsgewinne verteilen und nicht wie wir sie erwirtschaften können?

00:19:15: Ich glaube da hat die Interform an ihrer Analyse insofern schon recht dass wir unsere Darauf wieder stärker besinnen müssen.

00:19:24: Also wir sind am Scheideweg, wir sind an einem Zeitpunkt angekommen wo es eigentlich wirklich gilt zu handeln.

00:19:30: Und wenn wir uns in die Richtung USA schauen, dann ist ja vor allen Dingen der Druck aus den USA besonders groß.

00:19:37: Wenn die USA als Neimittelpreise stärker an ausländische Referenzpreise ausrichten wollen und die Schweiz dabei eben als Referenzland eine Rolle spielt – was bedeutet das denn konkret für den kleinen Markt?

00:19:50: Wie wir hier und Eingangs auch schon gesagt haben, einer isst!

00:19:53: Was bedeutet

00:19:53: das?!

00:19:54: Die USA ist natürlich ganz wichtig für die Schweizer Pharmaindustrie, weil natürlich ein sehr großer Teil der Export auch in den USA geht.

00:20:00: Also das absolute Kernmarkt auch für die Schweizer Pharma-Industrie, wo man einfach ein einzelnes Land betrachtet.

00:20:06: Jetzt haben sie die Preisgestaltung angesprochen und dies natürlich in der Pharma Industrie generell komplex, vielleicht auch komplexer als auf dem sonstigen Markt weil wir ja von den Medikamenten und von den ganzen Innovationen niemandem ausschliessen wollen.

00:20:18: Wir wollen am Schluss, dass die Medikamente zugänglich sind für alle – also auch für die Schwächeren und eben auch für schwächere Länder.

00:20:24: Das heißt, die Preisregulierung ist ja stark reguliert oder die Preise sind entsprechend stark regulierend.

00:20:30: ganz viele Länder sprechen da sozusagen mit einer Sprache wo staatliche Behörden zum Beispiel diese Preisverhandlungen führen.

00:20:36: Und die USA will jetzt auch mehr in dieser Richtung gehen und die Gefahr ist natürlich schon, wenn jetzt ein ganz wichtiger Mitspieler in diesem Markt seine Rahmenlegung verändert das dann das ganze System aus dem Gleichgewichtgerät.

00:20:49: Das heißt wenn jetzt durch die USA versuchen diese Preise zu drücken kann das im schlimmsten Fall dazu führen dass die Anreize anders werden auf den Markt und dass es eben für Pharma Firmen nicht mehr so interessant ist diese Innovation entsprechend auch voranzutreiben.

00:21:03: Also vor allen Dingen hier voran zu treiben wird es woanders passieren.

00:21:07: Genau, also wenn natürlich insgesamt weniger Ressourcen zur Verfügung gestellt werden dann wird generell nicht mehr produziert.

00:21:12: Aber ja, wenn natürlich die Bedingung ist dass das in den USA geschieht zum Beispiel, dann ist die Gefahr natürlich auch gut, dass hier in der Schweiz aktiv nicht mehr gleich viel investiert wird.

00:21:21: Das heißt, die Schweiz ist eigentlich aus der Perspektive der USA ein bisschen rotes Tuch.

00:21:25: Die Pharmaindustrie ist natürlich zu einem Teilen auch Opfer des eigenen Erfolgs geworden.

00:21:29: Das

00:21:29: heißt?

00:21:30: Das heißt sie war eben sehr innovativ, sie hat sich sehr stark entwickelt.

00:21:34: Sie hat Medikamente oder auch Therapien entwickelt die sehr erfolgreich sind.

00:21:39: Es ist eben sehr produktiv geworden und das schafft natürlich Begierlichkeiten für andere Länder diese Industrie sozusagen zu sich nach Hause zu holen.

00:21:46: Das ist ja das Kennziel auch was in den USA ein bisschen angestebt wird.

00:21:50: Aber heißt denn, dass wenn ich da weitergehen darf, das bezieht sich dann nicht nur auf die USA sondern es gibt auch Bestrebungen im europäischen Kontinent.

00:22:00: Das Verlagerung möglicherweise stattfinden?

00:22:02: also wir sind jetzt nicht nur in dieser großen globalen systemischen Veränderung sondern wir haben auch Nachbarn die auf uns schielen.

00:22:11: Genau, also der Druck nimmt zu einfach auch weil diese wirtschaftsfeindlichen Ideen ein bisschen überhand nehmen oder zumindest wirtschaftliche Ideen die eigentlich in sich nicht konsistent sind.

00:22:22: Also viele Ideen

00:22:23: z.B.,

00:22:23: die ja auch den US-Präsident verantreibt, die sind in sich noch schlüssig.

00:22:27: Zum Beispiel dass die Schweiz weniger exportiert in die USA, also dass sie die Nettoexporte reduzieren.

00:22:33: aber gleichzeitig will er auch das die Schweiz mehr investiert in den USA und das geht ja.

00:22:38: per Definition geht es nicht, das eine bedingt ihr das andere.

00:22:41: Das macht das Umfeld sehr schwierig und zeigt auch, dass es für eine Branche in der Schweiz sehr schwierig ist.

00:22:47: Weil sie diesen Ideen ausgesetzt ist.

00:22:51: Aber ganz klar gibt es im Grundsatz Platz für ein kleines Land im Welthandel.

00:22:57: Dass es sinnvoll ist, wenn ein Kleines Land daran teilnimmt, wenn es sehr spezialisiert ist oder wenn es in einer Branche sehr erfolgreich und gut ist.

00:23:04: Ich glaube, was uns bleibt, ist zu investieren an diesem Standort um.

00:23:09: trotz all diesen Ideen, die da existieren und womöglich eben unseren Wohlstand auch vermindern.

00:23:13: Dass wir trotzdem versuchen das Bestmögliche zu machen, dass diese Branchen trotzdem erfolgreich in der Schweiz sein

00:23:18: können.".

00:23:19: Sie haben so eben gesagt, dass die Ideen nicht funktionieren?

00:23:24: Was würden sie denn Herrn Trump empfehlen?

00:23:27: Ich würde Ihnen mal einladen für einen Erstemäßigen Kurs an der Uni Zürich.

00:23:30: Ich glaube, das würde schon einmal helfen, die grundlegenden Missverständnisse, die im Rahmen stehen, zu klären.

00:23:35: Können Sie das in drei Sätzen zusammenfassen?

00:23:38: Diese grundlegenden Missverständnisse, also eben ganz konkret.

00:23:41: Was würden Sie dann Herrn Trump an der Universität in Zürich denn in der ersten Reihe empfehlen?

00:23:47: Ich glaube wichtig ist schon mal zu verstehen dass eigentlich Nationen an sich nicht im Wettbewerb zueinander stehen und das der Welthandel nicht ein Nullsummenspiel ist sondern dass es ihm für alle Gewinn bringt ist wenn man sich konzentriert auf einzelne Bereiche wo man sehr erfolgreich ist Wenn man sich auf das fokussiert, das produziert und dann eben austauscht, dann geht es allen besser.

00:24:04: Das ist nicht ein Spiel, wo nur einer davon profitiert und alle anderen.

00:24:08: Aber

00:24:08: das ja die regelbasierte Welt?

00:24:10: Die Logik!

00:24:11: Also die wollen ja einige Augenstände raus.

00:24:14: Die wollen da raus, ich bin mir noch nicht überzeugt ob das dann langfristig funktioniert.

00:24:18: Das wird dann wahrscheinlich die Zukunft zeigen.

00:24:20: Ich glaube die Schweiz wird aber nicht viel mehr tun können weil sie einfach von der wirtschaftlichen Stärke auch zu klein ist als in diesem Spiel mitzuspielen.

00:24:30: Das heißt sie kann eigentlich nichts anderes also einfach sich auf sich und seine Stärken fokussieren.

00:24:34: Also das heisst aus ökonomischer Optik ist die regelbasierte, die vernetzte, die offene Weltwirtschaft ein Erfolgsmodell nicht nur für uns hier in der Schweiz, sondern eigentlich für die ganze Welt.

00:24:48: Und wir sollten international Sorge darum tragen, dass die Globalisierung nicht abgewirkt ist – kann man das so zusammenfassen?

00:24:56: Genau!

00:24:56: Wenn wir auf den Wirtschaften der letzten Jahre aufbauen wollen und unseren Wohlstand überall auf der Welt halten wollen, dann sollten wir nicht das aktiv bekämpfen was dazu beigetragen hat, dass wir eben heute auch sowohlhabend sind.

00:25:08: Was wäre denn jetzt aktuell am wichtigsten Wenn wir nochmal sozusagen auf diese Standortpolitik zu sprechen kommen, da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten die auch im politischen Diskurs sind.

00:25:20: Wir reden über Rechtssicherheit und Schutz des geistigen Eigentums insbesondere wenn wir über den Industriezweig sprechen Forschungsbedingungen.

00:25:29: was ist jetzt der wichtigste Trigger der dafür sorgt?

00:25:33: dem ganzen Sorge zu tragen.

00:25:35: Ja, ich glaube, ich würde die einzelnen Punkte nicht gegeneinander ausspielen.

00:25:39: Ich glaube das wird den einzelnen Punkten auch nicht gerecht, sondern arme Bedingungen sind ja eben gerade ein Strauß an verschiedenen Fakten und die dazu beitragen dass es attraktiv ist, dass die Pharmaindustrie hier bleibt und sich eben auch entwickeln kann.

00:25:51: Das heißt man sollte sich nicht einfach auf einen Faktor konzentrieren, sondern man muss wirklich breit angehen und schauen dass die Raumdinge attraktif bleiben.

00:25:59: Also es ist ein Gesamtpaket!

00:26:00: Wir müssen gutes Gesamtparkett schnüren.

00:26:03: Genau, das gilt eben nicht nur für die Farmer sondern es gilt generell für alle Industrien in der Schweiz.

00:26:08: Gehen wir noch einen Schritt weiter.

00:26:10: Innovationpreiseversorgung Wir haben schon einiges angesprochen vertiefen wir es nochmal.

00:26:15: Ein weiterer Konfliktpunkt nämlich ist wenn wir über die Bedeutung der Farmerbranche reden ein Punkt im Gesundheitswesen konkret beim Verhältnis zwischen Kostendruck, Preisregulierung und Zugang zu Innovation.

00:26:29: Inter Pharma verbindet die Standortdebatte sehr direkt eben mit dieser Versorgungskomponente, so heißt es politischer Preistrogé auf Kosten der Versorgungen.

00:26:40: Die volle Verfügbarkeit innovativer Medikamente in der Schweiz sei von vierundsechzig auf siebenvierzig Prozent gesunken und nur rund die Hälfte der in Deutschland vergüteten Innovationen seien hierzulande für Patientinnen und Patienten voll

00:26:54: verfügbar.".

00:26:56: Gleichzeitig wird argumentiert, die Ausgaben für innovative Therapien seien in der Schweiz im europäischen Vergleich eher tief und neue Medikamente kämen oft zuerst eben in den USA oder Deutschland.

00:27:07: Und erst verzögert eben dann zu uns auf dem Markt.

00:27:10: Auch die Forderung nach einem modernen Preissystem sei deshalb zentral her von Mandach.

00:27:14: wenn wir auf diese Argumentation schauen.

00:27:17: wo genau sehen sie den Zusammenhang zwischen dem Preistruck und schlechteren Zugang zur Innovation auch mit Blick Die internationale Entwicklung.

00:27:27: Ich glaube, wir müssen uns einfach wusst sein, dass Innovation extrem teures ist.

00:27:30: Also es sind massive Investitionen die nötig sind... in Forschungsprojekte, wo ja oft auch gar nicht klar ist ob die dann zum Erfolg fühlen.

00:27:38: Also da sind eben nicht nur hohe Investitionen nötig sondern es sind auch Risiko behaftete Investition.

00:27:44: und da ist ganz klar dass wenn wir da preislich anfangen einzugreifen also dann entsprechend auf die Rendite Erwartungen drücken kann das natürlich schon dazu führen dass das aus dem Gleichgewicht gerät und dass im Schluss weniger investiert wird in Innovation und dass am Schluss auch weniger innovative Produkte hergestellt werden.

00:28:02: Ich glaube, das ist von Mechanismus ökonomisch klar.

00:28:05: Gleichzeitig müssen wir uns aber auch bewusst sein und da sehen wir in den Zahlen, dass die Marschner Tüchter Unternehmen – auch der Pharmaunternehmen aktuell noch sehr hoch sind.

00:28:12: Über welche Kategorie reden wir da?

00:28:14: Aber über welches Volumen?

00:28:16: In Bezug auf!

00:28:18: Die Investitionen in Innovation?

00:28:21: Das sind mehrere Milliarden, die da getätigt werden jährlich also ein sehr hoher Beitrag, der da geleistet wird der halt auch notwendig ist, um im Schluss innovative Medikamente.

00:28:30: Also

00:28:31: der auch geleistet wird von der Branche?

00:28:33: Der investiert wird genau von den Unternehmen in der Bransche.

00:28:37: Okay, wenn wir die politische Gegenposition uns hier ein bisschen anschauen dann heißt es ja oft.

00:28:42: Wir müssen die Kosten und die Prämien im Griff haben ganz andere Diskussionen aber auch nicht davon unbedingt herauszunehmen.

00:28:49: ist das nachvollziehbar dieser kurzfristige Reflex der langfristig aber eben den Standort schwächen kann Wenn wir nur dort sozusagen hinschauen oder sehen sie Lösungen für diesen Zielkonflikt?

00:29:00: Ja, also ich glaube der Zielkonflikt ist fundamental weil eben auf der einen Seite haben wir ein Interesse daran dass wir sehr innovative Behandlungsmethoden entwickeln.

00:29:08: Auf der anderen Seite sollte natürlich die Kosten für diese Behandungsmethodes sollten irgendwo im Rahmen bleiben und das ist ein ganz schwieriger Zielkonflik und ich glaube man muss beide Seiten sehr ernst nehmen.

00:29:19: Also ich glaube alle haben am Schluss eine Interesse dass auch die Kosten am Schluss im Rahmenbleiben und dass sie auch finanzierbar bleiben.

00:29:29: Die Abwägung am Schluss ist ganz schwierig zu treffen, weil der Wert eines Medikaments auch gar nicht so einfach zu bestimmen ist.

00:29:36: Also wenn ich Ihnen ein Medikament verkaufen kann zum Beispiel das jetzt vielleicht sehr teurer scheint aber es Ihnen dann erlaubt zehn Jahre gewisse Behandlungsmethoden nicht mehr machen zu müssen Dann haben Sie zum Beispiel einen sehr großen Wert dafür Im Gegenzug zum hohen Preis von heute, dass sie eben so weit bis in den nächsten zehn Jahren gewisse Therapien nicht mehr machen müssen.

00:29:53: Also da gibt es ganz viele Fragen die da reinspielen, die sind ganz schwierig eben auch machen diesen Zielkonflikt irgendwie zu lösen.

00:30:00: und das ist ja auch das was wir in der Politik sehen.

00:30:02: Wir sehen ja eben gerade, dass es praktisch nicht möglich ist da eine Lösung zu finden.

00:30:06: Es gibt kein objektives Bewertungskriterium.

00:30:10: Die objektiven Bewertungskriterien sind nicht ganz so einfach zu machen.

00:30:13: Natürlich muss man sich es bemühen, das möglichst zu objektivieren.

00:30:15: aber wir sehen in ganz verschiedenen Dimensionen dass das nicht so einfach möglich ist.

00:30:20: Das ist ein Problem.

00:30:21: Landesprobleme ist natürlich auch die Transparenz nicht immer zu hundert Prozent gegeben ist was natürlich auch durch das Preissystem und der Preissetzungsystem kommt, dass viele Länder an diese Referenzpreise gestützt sind.

00:30:34: Die dann zum Teil Rabate bekommen?

00:30:35: Also da ist natürlich auch eine gewisse Transparenz nicht zu hundert Prozent

00:30:39: vorhanden.

00:30:39: Ja und es darf ja noch ein bisschen Zeit.

00:30:41: Können Sie das nochmal genauer erklären wie das funktioniert damit wir das besser verstehen?

00:30:46: weil ich glaube da ist er so ein bisschen die Crux-Rennen.

00:30:49: Genau also die Idee dass wir Medikamente eigentlich haben, im Schluss die verfügbar sind für alle.

00:30:56: Und jetzt ist es aber so, dass nicht alle gleich viel beisteuern können für die Innovationen weil ich alle gleich wirtschaftsstark sind.

00:31:02: Dieses System will eben das ein bisschen ausgleichen, dass eben die Leute oder die Länder, die nicht so stark sind weniger einzahlen und die, die finanzstark sein, ein bisschen mehr einzahlen.

00:31:13: Genau das vielleicht so eine Referenzsystem will das ausgreichen.

00:31:16: Dass eben die, und die, die weniger beidragen können haben.

00:31:21: Und wo wäre sozusagen dann, sagen wir mal ein bisschen in diesem System die rote Linie für die Schweiz?

00:31:28: Wenn wir da über diese Standortgeschichte sprechen.

00:31:31: Da wird es extrem schwierig weil so unglaublich viele Spieler miteinander verbunden sind also unglaubliche Länder am Schluss miteinander verbundet sind, so unglaublichen Interessen miteinander verbinden sind.

00:31:40: das ist ja genau die Schwierigkeit die wir jetzt auch sehen mit der USA die ja jetzt auch in dieses System sozusagen rein will und auch seinen Interessen rein bringt.

00:31:48: und ich glaube die Gefahr am Schluss, dass wir Innovationen verlieren.

00:31:54: Weil am Schluss der Preis, die daraus kommt, je nachdem nicht mehr die Kosten abdeckt oder zum Einen das nicht mehr so ist, dass es sich wirklich lohnt dieses hohe Risiko, dass man eben auch bei den Medikamentenentwicklungen, dass sie abgedeckt wird.

00:32:07: Würden wir dann insgesamt verlieren?

00:32:10: Sie haben das jetzt ja aus einer globalen oder internationalen Perspektive beschrieben.

00:32:14: Das heißt, das würde eigentlich das System als solches letztlich gefährden Also nicht nur für die Schweiz, sondern auch darüber hinaus.

00:32:23: Dann wird auch Deutschland weniger Innovationen haben und dann werden auch andere Länder weniger Innovation haben?

00:32:27: Genau!

00:32:27: Die Gefahr ist, dass global weniger Anreize gesetzt werden für innovative Medikamente oder Behandlungsmethoden.

00:32:34: Klar ist das natürlich die Schweiz auch als starker Fahrmanstand

00:32:38: davon

00:32:38: betroffen ist.

00:32:39: Und eine wichtige Komponente wenn es um Innovationen geht ist ja die ganze Thematik der klinischen Forschung Und die spielt für den Stand, also wir haben den Industriestandort.

00:32:50: Wir machen Forschungsstandort Schweiz natürlich eine... schon auch eine wichtige und eine zentrale Rolle.

00:32:56: Und auch dort sehen wir eigentlich eine ähnliche Entwicklung wie beim Zugang, also in Deutschland mehr Medikamente auf dem Markt als jetzt hier in der Schweiz und Therapien.

00:33:05: Diese Entwicklung lässt sich eben sozusagen ein bisschen mit Blick auf diese klinischen Studien übertragen.

00:33:12: Die Anzahl der klinische Studien nimmt ab.

00:33:15: Wir brauchen länger bis die ins Rollen kommen Und auch da liegt ja eigentlich ein Trickerpunkt, der dem Standort möglicherweise nicht entgegenkommt.

00:33:26: Wenn man diese klinischen Studien, wenn man die klinische Forschung jetzt aus ihrer ökonomischen, aus der volkswirtschaftlichen Optik heraus betrachtet was müssen wir da tun damit das dann nicht weiter runter rutscht und wir nicht mehr in der dritten Reihe stehen sondern in der Zehnten?

00:33:44: Ich glaube, die klinische Forschung hat man nicht nur aus der Volkswirtschaft in Sicht.

00:33:48: Die muss man auch aus der gesellschaftlichen Sicht anschauen weil die klynische Forschheit natürlich zentral ist, weil sie eben den Patienten ja im Zentrum stellt und eigentlich schaut welche Behandlungsmethoden oder welche Anwendungen hilft sich dem Patienten dass es uns besser geht und das ist ja eigentlich das Ziel von uns alle, dass es gut geht vielleicht auch dass er sonst besser geht.

00:34:05: Das ist ja auch das Ziel des Wirtschafts.

00:34:07: Es geht ja nicht primär darum, dass die Unternehmen Gewinne erzielen.

00:34:10: Sondern eben, dass es uns besser geht.

00:34:12: Das heißt das ist... Die klinische Forschung ist an sich sehr interessant und sehr wichtig.

00:34:16: Und sie ist auch sehr wichtig in der Schweiz weil sie eben auch zeigt und auch dazu gefühlt hat, dass wir sehr eng miteinander zusammenarbeiten also dass die Universitäten oder die Forschung auch eng zusammenarbeiten mit den privaten Unternehmen, mit den Spitälern.

00:34:31: Also dass wir da enge Zusammenarbeit haben und das ist ein wesentlicher Teil von unserem Erfolgsmodell.

00:34:36: Das hat dazu beigetragen, dass wir zum Beispiel eine starke Medtech-Branche haben.

00:34:40: also Wir haben schon großes Interesse daran, dass es die klinische Forschung in der Schweiz gibt.

00:34:46: Also das heißt, da hängt ein ganzes Ökosystem dran.

00:34:49: Das gepflegt werden muss und der Forschungsstandort Schweiz eben von den klinischen Studien profitiert die hier gemacht werden wo Innovationen letztlich auch zur Anwendung kommen für die Patientinnen und Patienten.

00:35:03: ich glaube dass müssen wir sowieso immer wieder sagen wieso haben wir diese Industrien?

00:35:08: ja wir haben sie weil eben Krankheiten gelindert gemindert und im besten Fall verhindert werden.

00:35:14: Und dann geht auch einiges verloren, wenn wir diesen Forschungsstand dort nicht sorge tragen.

00:35:19: Kommen wir doch langsam in die Schlussrunde und fassen wir noch mal zusammen, worüber wir jetzt hier gesprochen haben.

00:35:27: Gehen wir noch einen Schritt weit zurück.

00:35:29: Was steht für die Schweiz insgesamt auf dem Spiel?

00:35:32: Wir müssen es nochmal so richtig festzuren miteinander, wenn Sie das zum Schluss in einem Satz zusammenfassen würden – wohlblickend darauf dass es um die volkswirtschaftliche Bedeutung geht sie aus der ökonomischen Optik auf die ganze Thematik schauen!

00:35:48: Genau aus der Erfolgswirtschaft.

00:35:49: in den Ebenen steht natürlich schon im Fokus der Erfolg der Schweizer Pharmaindustrie, die eigentlich die ganze Leistungsfähigkeit der Schweizar Wirtschaft in den letzten Jahren sehr stark geprägt haben.

00:36:00: Sie hat fünfzig Prozent des Schweizer Wirtschaftswachstums beigetragen.

00:36:03: also die Abhängigkeit oder der Erfolg dieser Schweiz ist sehr eng verflochten mit der Schweitzer Pharma-Industrie Und wir tun gut daran, wenn wir einerseits schauen, dass es eben der Formelindustrie weiterhin gut geht.

00:36:15: Dass wir diesen Beitrag nicht verlieren und gleichzeitig auch das wieder zu beitragen und das andere Branchen eine ähnliche Entwicklung machen können.

00:36:21: Also das ist Ihre Botschaft an die Politik und an die Öffentlichkeit, dass wir dieser Branche Sorge tragen sollen für unsere Gesundheit und unseren Wohlstand?

00:36:31: Hier im Lande, Johannes von Mandach.

00:36:33: Herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben für unser Gespräch hier über die volkswirtschaftliche Bedeutung des Lifesign-Sektors und der Pharmaindustrie für die Schweiz.

00:36:44: Vielen herzlichen Dank für die Einladen!

00:36:46: Was nehmen wir mit?

00:36:47: Wir nehmen mit erstens – Die Pharma-Industrie ist für die Schweizer längst nicht einfach ein wichtiger Exportsektor sondern ein zentraler Treiber von Produktivität, Wachstum und Staatseinnahmen.

00:36:59: Zweitens Gerade weil diese Branche für den Wohlstand so wichtig geworden ist, wird die Standortfrage schärfer – geopolitisch, wirtschaftspolitisch und gesundheitspolitisch.

00:37:10: Drittens Aus Sicht der Pharmaindustrie steht die Schweiz bei Preisbildungszugang zu Innovationen- und internationalen Rahmenbedingungen an einem kritischen Punkt.

00:37:21: Viertens, klinische Forschung ist ein Lackmus-Test für die Attraktivität des Standorts.

00:37:26: Geht sie zurück verliert die Schweiz nicht nur Studien sondern auch Tempo-, Wissen-, Innovationsnähe und raschen Zugang der Schweizer Patientinnen und Patienten zu lebensverlängenden oder überlebenswichtigen Therapien.

00:37:39: Fünftens – Die eigentliche politische Kernfrage lautet deshalb wie die Schweiz ihre Stärke als Life Science Standort sichern kann ohne Versorgung, Finanzierbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz gegeneinander auszuspielen.

00:37:55: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, schön waren Sie dabei!

00:37:59: Bleiben sie gesund – bis zum nächsten Mal!

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