Wie viel Gesundheit wollen wir uns leisten?

Shownotes

2027 steigen die Krankenkassenprämien um durchschnittlich 5 Prozent auf 412 Franken pro Monat. Als wichtigsten Treiber nennt der Bund die steigende Zahl der Behandlungen pro Person, bei stabiler Krankheitshäufigkeit. Gleichzeitig sind Wirtschaftsleistung und Einkommen pro Kopf seit 1996 in Franken stärker gewachsen als die Kosten der Grundversicherung.

Wir diskutieren mit Tilman Slembeck, Professor für Volkswirtschaft an der ZHAW, und Felix Gutzwiller, Präventivmediziner und alt Ständerat, wie gross die Belastung durch die Gesundheitskosten tatsächlich ist, welche Rolle die Anreize im System spielen und weshalb neben den Kosten auch der Nutzen von Gesundheitsleistungen in die Rechnung gehört, etwa jener neuer Therapien.

Dieser Podcast wird von den Schweizer Niederlassungen der Unternehmen Bristol Myers Squibb, Biogen, MSD Schweiz und Novartis Pharma Schweiz ermöglicht.

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00:00:01: Jeden Herbst verkündet der Bund die neuen Krankenkassenprämien.

00:00:05: Auch dieses Jahr steigen sie um fünf Prozent auf durchschnittlich vierhundert zwölf Franken pro Monat.

00:00:11: Ja für ja ist die Rede von einem Prämienschock und ja für ja verspricht die Politik Kostendämpfung.

00:00:18: Wir schauen heute genauer hin, wo genau liegt das Problem?

00:00:22: Wie groß ist die tatsächliche Belastung durch die Gesundheitskosten und was bekommen wir dafür?

00:00:31: Willkommen bei Gesundheitspolitik im Fokus.

00:00:33: Mein Name ist Rahel Walser.

00:00:35: Wir haben heute zwei Gäste, die das Gesundheitssystem aus unterschiedlichen Perspektiven kennen – Tilman Slembeck Professor für Volkswirtschaft an der ZHAW.

00:00:45: Er hat das Gesundheitswesen kürzlich einen Selbstbedienungsladen genannt und Felix Gutzwiler Arzt emeritierter Professor für Sozial- und Präventivmedizin und sechzehn Jahre lang im National- und Ständerat.

00:01:01: Herzlich willkommen!

00:01:08: Für alle jene, die sich nicht mehr damit zufrieden geben können zu hören dass es immer teurer wird weil wir immer älter werden und weil wir medizinischen Fortschritt haben was sagen sie jenen?

00:01:20: warum wird das Jahr für Jahr teurer?

00:01:22: Leistungsausbau Innovation und Anspruchshaltung der Patienten und Patientinnen?

00:01:31: Ganz einfacher Antwort, weil es allen gut damit geht und alle gut damit verdienen.

00:01:36: Der Bund selbst sagt die Krankheitshäufigkeit sei stabil aber wir lassen uns häufiger behandeln.

00:01:42: also die Zahl der Behandlungen pro Person steige seit Jahren.

00:01:46: Herr Gutzwiller bedeutet mehr Behandlung auch einen höheren medizinischen Nutzen?

00:01:51: Nicht notwendigerweise!

00:01:53: Es gibt ja ganze Programme in einer Medizin Smart Medicine unter diesem Obertitel die den vernünftigen Einsatz moderner Technologien propagieren, aber eben die Anreize sind nicht unbedingt so.

00:02:05: Wir kommen sicher darauf noch zurück.

00:02:07: Also mehr stimmt manchmal, aber sicher nicht

00:02:10: immer."

00:02:11: Inwiefern kann ich als Patientin auch selber steuern wie oft oder wie häufig ich behandelt werde?

00:02:16: Oder inwiefern ist das auch die Verantwortung der Ärztin des

00:02:19: Arztes?".

00:02:20: Ja natürlich primär, arztwärtig, aber es wird wirklich unterschätzt was heute der Druck und die Anspruchshaltung der Patienten von uns allen ausmacht.

00:02:30: Die Leute kommen bestens informiert, nicht nur mit Dr.

00:02:34: Google sondern sie kommen mit KI Auszügen, die in viele Details gehen manchmal sogar weiter als der Arzt oder die jetzt schon selber im Bild sind.

00:02:43: Sie haben klare Vorstellungen, sie verlangen manchmal auch weshalb wird nicht diese so jenes noch gerade gemacht?

00:02:50: Also das ist ein mit einem Thema und der vernünftige Gebrauch der Ressourcen schließt ganz sicher auch die Patientinnen ein, die hier in Zukunft besser geschult werden sollten.

00:03:03: Haben Sie das selbst früher auch erlebt?

00:03:07: Dass sie etwas verordnet haben von dem Sie selbst vielleicht nicht so überzeugt gewesen sind aber wo Sie einfach gemerkt haben – der Patient möchte das?

00:03:14: Ja, das ist ja ein häufiges Phänomen es ist keine Frage oder es gibt sogar Studien, die liegen zwar etwas zurück.

00:03:20: Aber sie haben mehrere Milliarden gesetzt was allein die Anspruchshaltung der Patienten ausmacht für Dinge, die eigentlich nicht unbedingt nötig sind.

00:03:29: Spannend!

00:03:29: Das nehmen wir dann nachher gerne auch wieder auf.

00:03:32: Herr Slembek.

00:03:32: wenn wir also gleich krank oder gesund geblieben sind in den letzten Jahren aber uns mehr behandeln lassen Was kaufen wir uns da ein?

00:03:41: Ist das geht es dann eher um Sicherheit?

00:03:44: Geht es um Komfort und wenn ja ist das legitim?

00:03:48: Also ich möchte das gerade von Professor Gutzwiller ergänzen.

00:03:52: Ich sehe es natürlich auf beiden Seiten, die Anspruchshaltung kurz gesagt was möglich ist wird auch gemacht.

00:04:00: Es wird einerseits von den Patienten Erwartet vielleicht oder verlangt.

00:04:04: Da habe ich gesehen, man kann doch da was Neues machen.

00:04:07: Andererseits wird es natürlich auch angeboten und damit wird Geld verdient.

00:04:10: also Ich hab ein bisschen Mühe das jetzt rein auf die eine oder andere Seite Also die große Nachfragehaltung zu schieben sondern Es wird natürlich gut verdient.

00:04:18: wir haben da neue Medikamente Die auch mehr können Die dann aber auch verschrieben werden.

00:04:23: Jetzt probieren wir mal noch dieses und jenes aus.

00:04:26: also es ist schon beides Und es ist auch Das muss man schon auch sagen Eine immer größere für uns.

00:04:32: Also die Leute hören, wir haben Google und so weiter gehören von neuen Dingen, von neuen Möglichkeiten.

00:04:38: Und sie sind keine Experten.

00:04:39: Also sagen Sie, ja könnten wir nicht dieses ausprobieren und da ist die Verantwortung der Ärzteschaft noch größer vielleicht als früher zu sagen was ist gut und was ist nicht gut oder was ist nötig und angezeigt in diesem Fall?

00:04:55: und war es nicht?

00:04:56: Ich glaube das ist durchaus schwieriger geworden auch den Patienten dann das Richtige zu geben was jetzt in seinem oder in ihrem Falle gerade dass das relevante ist Ich habe das ein bisschen angetönt in den Fragerichten, nicht nur einfach Wellness ist.

00:05:10: Oder man macht es weil der Bruder auch einen Mary hat oder da will ich jetzt auch eins.

00:05:16: Da muss man natürlich dann die Not präsentieren und

00:05:18: stoppen.".

00:05:19: Ich hab' es nicht im Sinne von Wellness gemeint sondern eher im Sinne auch von Sicherheit oder Absicherung.

00:05:23: auch ein Informiertsein über das was vor sich geht?

00:05:27: Das ist sicher beidseitig, aber ich völlig einverstanden.

00:05:29: Die Anreize sind nicht so dass das belohnt wird.

00:05:32: in dem Sinne, wenn ich einen Patienten auszureden, versuche dass er eben auch eine Emery für sein Knie braucht.

00:05:38: Das ist jetzt ein bisschen Schmerz nach dem sonntäglichen Spaziergang dann geht der vermöglicherweise einfach zu meinem Konkurrenten und hat dann das Emery gleichwohl weil die Kapazitäten sind da.

00:05:48: also es ist schwierig für beide Seiten aber der vernünftige Gebrauch von modernen medizinischen Methoden ist jedenfalls eine zweiseitige Geschichte.

00:05:59: Arztärzte und Patienten müssen hier kollaborieren und ein neues Verständnis entwickeln.

00:06:05: Stichwort Medikamente, Herr Slembeck.

00:06:06: Sie haben vorhin gesagt, es wird auch verdient.

00:06:09: Die Kosten für Medikamenten an den gesamten Gesundheitskosten sind eigentlich stabil geblieben in den letzten zehn Jahren und sie haben kürzlich eine Befragung durchgeführt.

00:06:17: Und dort haben die Befrockten gesagt, sie wären eigentlich bereit noch – ich glaube, es sind fünfzig Franken mehr zu bezahlen wenn der Zugang auch zu den neuesten Therapien noch besser wäre.

00:06:27: Absolut!

00:06:28: Das war eine Studie, die wir gemacht haben und da konnte man sehen... für einen breiten Zugang zu Neuen.

00:06:35: Es ging um innovative Medikamente, also die neuesten sozusagen, dass man die direkt zur Verfügung hätte.

00:06:41: in der Schweiz haben wir ungefähr fünfzig Prozent von dem was Deutschland hat so nur etwa die Hälfte von den ganz neuen innovativen.

00:06:47: da wären die Leute durchaus bereit etwas zu bezahlen dafür bis zu fünfzig Franken pro Monat und auch für einen schnelleren Zugang weil bei uns dauert das viele Monate bis das durch die ganze administrative Mühle ist und auch das wäre den Leuten etwas wert.

00:07:02: Dort waren es dann nur noch siebzehn Franken für einen unverzüglichen sofortigen Zugang zu sämtlichen neuen Medikamenten, oder?

00:07:09: Und das überrascht mich nicht so dort da aber das kennen wir auch aus anderen Studien.

00:07:14: Die Leute sind halt dort verständlicherweise zweischneidig.

00:07:18: Sie wollen den Film veruntersweckte, sie wollen nicht immer mehr bezahlen aber auf die neuesten Medikamente möchten dann schon die wenigsten verzichten.

00:07:25: dort haben wir schon auch eine deutliche Zahlungspiratschaft.

00:07:29: Ich glaube das Problem ist sogar noch zunehmend.

00:07:31: da sind einige innovative Medikamente am Horizont beispielsweise in der Grußkrebsbehandlung wirklich wichtig und da kann es nicht sein dass die Schweiz nach weiter zurückfällt oder zu den weniger innovativen Ländern gehört.

00:07:45: Ich denke, da sind auch die Versicherer durchaus der Meinung, dass die Lösungen gefunden werden müssen, die sicherstellen, dass auch die Schweizer Bevölkerung die neusten besten Medikamente schnell und unbürokratisch erhält.

00:07:58: Vielleicht noch zu dem Punkt, den Sie vorgebracht haben.

00:08:00: Wir haben ja gefragt warum eigentlich das Volumen, das Leistungsvolumen wächst?

00:08:04: Obwohl die Leute nicht sehr viel kränker sind.

00:08:07: also ein Bereich ist die psychische Gesundheit oder wo wir auch einen anwachsenen Bedarf haben verschärft durch die Pandemie, aber nicht nur sondern auch durch die wachsende Belastung.

00:08:18: Und ich glaube das wäre, wenn man eine gute Strategie hätte, eine nationale Strategie wie man mit psychischer Gesundheit umgeht könnte man

00:08:26: a.)

00:08:27: Die Leute besser behandeln und Leid verhindern und

00:08:31: b.)

00:08:31: Erst noch viel Kostensparen.

00:08:33: Also psychische Gesundheit ist da schon eine große Baustelle dazu beiträgt.

00:08:38: Und der zweite Punkt ist, dass wir feststellen das zunehmend Profis am Werk sind bei den Praxen auch und bei den Spitälern.

00:08:47: Ich sage es nochmal ein bisschen to the point – Der Tarif wird immer besser ausgenutzt!

00:08:53: Da muss man einfach das Schweizer Gesundheitssystem verstehen.

00:08:56: Das funktioniert im Prinzip nach dem Vertrauensprinzip.

00:09:00: Alles was eine Ärztin oder Arzt verordnet, anordnet diagnostisch oder therapeutisch wird automatisch angenommen, dass das wirtschaftlich und zweckmäßig ist.

00:09:12: Das ist eine Hypothese.

00:09:14: Das nennt sich Vertrauensprinzip.

00:09:16: Und das hat viel Spielraum.

00:09:17: Der Gesundheitswesen ist die große Grauzone der Gesellschaft.

00:09:21: Da ist vieles Ermessenssache.

00:09:23: Mit Grauzonen meine ich erst Messenssachen oder?

00:09:26: Wo man sagen kann ja, das machen wir.

00:09:27: Wir fangen jetzt direkt mit dem Heavy-Programm an was teuer ist oder wir fangen ganz wenig an.

00:09:33: Einfachste Maßnahme vielleicht jetzt mal Physiotherapie bevor wir gerade operieren.

00:09:37: So ist das gemeint, die Operation ist dann teuer.

00:09:40: Und das wird zunehmend von Firmen, ich sag den mal professionalisiert.

00:09:45: Das heißt pro Patient macht man alles was der Patient hergibt.

00:09:50: Und vielleicht können wir... Ja

00:09:53: und so jetzt zu sagen, dass kommt erst noch!

00:09:56: Da graut mir zum ersten Mal wirklich davor, dass man schaut, Patientenliste, was kann man mit denen noch alles machen um das Maximale?

00:10:05: Das sind professionelle Firmen.

00:10:06: bis jetzt ein Erz in der So selber vor sich gearbeitet hat, hat eher dieses Vertrauensprinzip nicht ausgenutzt.

00:10:14: Aber jetzt mit professioneller Hilfe wird das gemacht und das ist extrem groß und starker.

00:10:19: Dazu kommt eben noch der eigentliche Leistungsausbau, den ich gleich am Anfang angesprochen habe – ein kurzes Beispiel.

00:10:25: Das Bundesgericht hat mir da im Federnstrich eine neue Leistungsbringekategorie nämlich uns die Angehörigen geschaffen.

00:10:32: Zwanzig, neunzehn, zwanzig-zwanzig waren wir bei Null.

00:10:35: dann kam das Bundesgerichtsurteil Die Prognose für dieses Jahr ist dreihundertfünfzig Millionen plus allein für diese Angehörigenhilfe.

00:10:44: Ähnliches bei der Psychologie, die nun selbstständig ist losgelöst von der Frage wie der Bedarf ist plus sonst so viel.

00:10:51: hundert Millionen für zusätzliche Leistung weil die Leute weniger Barrieren haben dort hinzugehen.

00:10:56: das mag gut sein aber das kostet alles extrem und dieser Leistungsausbau der still und leise über den Bund dass Parlament geht wird komplett unterschätzt.

00:11:07: Ich höre heraus, die Schwierigkeit ist.

00:11:08: Wir haben viele Bereiche, wo wir Fortschritt haben und gute Behandlungen haben, wo auch die Nachfrage da ist und dann gibt es Bereiche wo sich lohnt genau hinzuschauen.

00:11:21: bekommen darf ihr auch ein sehr gutes Gesundheitswesen.

00:11:24: Wir haben in der Schweiz eine der höchsten Lebenserwartungen, zumindest in der Schweiz und wir haben nicht so hohe Wartezeiten wie man das auch aus anderen Ländern kennt.

00:11:35: Wenn wir zum Arzt gehen wollen wäre es nicht irgendwo auch ehrlich zu sagen ja wir wollen uns das leisten wir können uns das vielleicht auch leisten?

00:11:44: Also ich persönlich denke schon, das System ist zumindest gemessen und den Indikatoren die wir haben – vielleicht auch nicht, aber die wie wir haben.

00:11:52: Ist sicher eines der besseren, vielleicht sogar eines der besten weltweit genau gemessen an den Parameten.

00:12:00: diese Event haben, eine Lebenserwartung.

00:12:02: Gut, dass spielen viele andere Dinge in der Rolle.

00:12:05: Aber selbstverständlich Zugänglichkeit ist enorm.

00:12:08: Soziale Unterschiede sind vorhanden, aber nicht dramatisch im Vergleich mit anderen Ländern.

00:12:14: Sehr guter auf sozialer Zugang.

00:12:17: die Qualität ist in vielem unklar.

00:12:20: da haben wir wirklich der Parameter nicht.

00:12:22: und eigentlich müssten wir sagen das System kann viel kosten, wenn auch die Qualität da ist.

00:12:28: Und ich denke, die Vermutung liegt nahe dass es etwas zu viel kostet für die Qualitet oder anders gesagt das wir die gleiche Qualität vielleicht mit zehn fünfzehn Prozent weniger Kosten haben könnten Wenn wir denn vernünftige Qualitätskriterien wirklich im Gesundheitswesen umgesetzt hätten.

00:12:45: Dazu

00:12:47: gibt es eine Studie, die ist jetzt auch schon zwei Jahre voll der ZAW und die hat ganz konservativ zwanzig Prozent Kostensparen bei gleicher Qualität geschätzt.

00:12:56: Durch Mengenausweiterung und so hohe Preise könnten wir die gleiche Qualität haben mit zwanziger Prozent.

00:13:01: Und da können Sie rechnen, das sind zwanzige Milliarden wenn wir bei hundert Milliarden sind oder?

00:13:05: Auf solche Idee denke ich.

00:13:06: umgekehrt ist es völlig falsch zu sagen Ich will die Prämien vom Jahr zweitausender Arten Und das gleiche System.

00:13:15: Das geht nicht, wir müssen mehr bezahlen und ich denke das Problem ist dass wir gemessen am Bluterinlandprodukt einfach etwas überproportional wachsen.

00:13:24: Ich denke ein Wachstum von ein zwei Prozent wäre langzeitig sustainable wie man heute sagt also nachhaltig finanzierbar Und das sollte eigentlich das Ziel sein, aber wir können nicht jedes Jahr fünf, sechs Prozent wachsen.

00:13:39: Ich glaube, dass wird nicht gut werden.

00:13:40: Aber

00:13:40: noch mal zurück zu den Parametern oder?

00:13:42: Wir wissen eigentlich nicht wie gut unser Gesundheitswesen ist.

00:13:45: Das haben Sie jetzt eigentlich auch letztlich gesagt.

00:13:48: also die behauptete Qualität ist hoch.

00:13:52: Die gemäßene Qualität isst eigentlich unklar.

00:13:55: Wir kennen die Lebenserwartung, die ist relativ hoch, aber die hängt noch an drei anderen Sachen nämlich am gesundheitsrelevanten Verhalten an der Genetik und an der Umwelt.

00:14:06: Und wenn man schaut, wie viel das Gesundheitswesen ... Da muss ich jetzt etwas Wasser in den Wein gießen!

00:14:12: Wie viel das gesundheitswesen zum Gesundheitszustand der Bevölkerung beiträgt neben diesen drei anderen Faktoren?

00:14:19: Dann kommt man vielleicht auf zwanzig Prozent, wenn man wohlwollend ist.

00:14:24: Also von dieser hohen Lebenserwartung gehen vielleicht zwanziger Prozent auf das Gesundheits- wesen zurück und die anderen achtzig Prozent gehen auch auf genetik Verhalten und Umweltfaktoren zurück, die wir nur beschränkt beeinflussen können.

00:14:39: Ja insbesondere auf das Prokopfeinkommen oder also in volkswirtschaftliche Situation eines Landes ist es extrem

00:14:46: wichtig für die gesundheitlichen Hygiene.

00:14:50: Wenn wir nochmals anschauen, wie hoch die effektive Belastung der Bevölkerung durch die Gesundheitskosten ist.

00:14:55: Sie haben das BIP erwähnt.

00:14:57: ich habe mir die absoluten Zahlen oder die pro Kopf in Frankenzahlen angeschaut.

00:15:01: Ich finde dass auch eine interessante Größenordnung.

00:15:04: um eben die Belastungen zu eroieren zwischen nineteen sechs und neunzigundzwanzig drei und zwanzig Stiegen Die jährlichen OKP Kosten in der Schweiz Pro Kopf Um rund zwei tausend fünfhundert Franken Und das bip pro Kopf stieg im gleichen Zeitraum um ungefähr einund dreiß.

00:15:24: in absoluten Beträgen sind BIP und Löhne viel stärker gestiegen als die Gesundheitskosten.

00:15:30: Wie groß ist denn die effektive Belastung durch die Gesundheitskosten?

00:15:34: Ist die Belastungen für die Haushalte so gross wie es die politische Debatte vermuten lässt oder habe ich am Ende des Monats eigentlich mehr Geld auf dem Konto, wie ich es vor ein paar Jahren hatte.

00:15:45: Obwohl die Gesundheitskosten in Prozent gestiegen sind?

00:15:50: Also aus meiner Sicht ist es eigentlich klar, dass die Gesamtausgaben für Gesundheit eher rückläufig sind gemessen über die letzten zehn Jahre am gesamten Einkommen.

00:16:00: Zudem haben wir ziemlich stark ausgebaute Subventionierungen oder wir haben je nach Kanton um die dreißig- oder so Prozent Menschen die Prämienverbindung behalten.

00:16:11: das sind große Milliarden Beiträge, die hier die öffentliche Hand gibt und was immer vergessen wird.

00:16:17: Wir haben eine progressive Finanzierung in dem nämlich die Vermögerinnen über ihre Steuern dazu noch ins Gesundheitswesen beitragen.

00:16:27: Also eben über

00:16:27: die Prämienverbilligung genau?

00:16:29: Genau.

00:16:29: Eigentlich haben wir ja schon zweieime die Präminverbilligung und dann die öffentlichen Finanzierungen über die Steuerprogression und dann in der Mitte die effektiven Prämen der Leute.

00:16:39: und das ist Ein System, das ich denke, könnte funktionieren.

00:16:43: Wenn das Gesamtwachstum nachhaltig eben zum Beispiel bei zwei Prozent oder so des Brutterinlandes um zu liegen käme.

00:16:51: Weil es hat auch Vorteile diese Art von Finanzierung und nicht dass wir besser dran wären mit einer staatlichen Gesamtfinanzierung an England oder sowas.

00:17:03: Sie ist ähnlicher.

00:17:05: Wenn wir ständig reicher werden, weil das BIP-Wächs und unsere Konsumöglichkeiten steigen.

00:17:10: Warum soll dann nicht ein guter Teil davon?

00:17:13: Ins Gesundheitswesen und in unsere gesunde Langlebigkeit fließen.

00:17:19: Das ist ja für viele auch das Ziel, weil niemand will sieben Gottletten am Tag essen, wäre auch ungesund, oder?

00:17:25: Also es geht mehr Richtung Qualität, auch der Versorgung vielleicht mehr Bioprodukte usw.

00:17:32: Und da sehen wir eben auch im Gesundheitsbereich.

00:17:35: also wo soll das Wachstum hingehen wenn nicht auch

00:17:39: Also irgendwo ein Wohlstandsphänomen?

00:17:42: Ja, natürlich.

00:17:43: Es ist ein Gut das uns sehr wertvoll ist und Sie können auch noch drei Autos haben oder irgendetwas.

00:17:49: am Schluss ist die Gesundheit doch für viele Leute etwas vom Wertvollsten wo sie auch bereit sind dafür etwas herzugeben.

00:17:57: Und da ist ja nachher die Eintrittschwelle, ich nehme an, da sind wir uns einfach sehr niedrig, die sogenannte Franschise wenn die mal bezahlt Dann ist das ganze Rest ein großes Püfe an dem, was ich bedienen kann.

00:18:11: Selbstbedienungsladen?

00:18:12: Wenn

00:18:14: man das möchte und das ist schon durchaus ein Problem und das wissen auch die Leute, die planen beispielsweise elektive Eingriffe so dass dann wenn die Franschise bezahlt ist, dass im Oktober oder November noch gemacht wird

00:18:27: usw.,

00:18:27: das ja vielleicht ökonomisch ein rationales Verhalten aber da sind die Anreize schon nicht so, wie sie sein könnten und eine noch etwas höhere Zahlungsbereitschaft der Leute oder eine effektive etwas erhöhener Franschise wird.

00:18:44: Im Planung ist durchaus vertretbar auch im Hinblick auf die Zahlen, die Sie gerade genannt

00:18:48: haben.".

00:18:48: Ich habe das mit dem Selbstbedingungsladen schon ein bisschen anders gemeint – nicht nur dass sich einfach die Nachfrage bedienen, sondern der Anbieter prüft den Kaufentscheid!

00:18:58: Das ist das Entscheidende am Gesundheitswesen, oder?

00:19:02: Der Arzt die Ärztin sagt eigentlich was sie brauchen.

00:19:07: Weil Sie sind ja selten Spezialist.

00:19:09: also dort läuft ganz viel dass wir machen wir noch das sie brauchen auch das und so weiter.

00:19:14: Und beim Checkout in diesem Supermarkt Ist der Schick den ich bezahle dann doch nur irgendwie sagen wir mal zehn Prozent denn nicht da noch inklusive Frages usw.

00:19:25: bezahlen muss,

00:19:27: d.h.,

00:19:27: der Verkäufer entscheidet was in meinem Warenkorb ist und ich zahle nur einen kleinen Teil von dem Waren.

00:19:33: Das ist dieser Supermarkt, der ganz anders funktioniert als normale Supermärkte.

00:19:37: Und das heißt auch in der Zukunft oder wird es wichtig sein wenn man dieses gesundes Wesensteuerwind aus wirklich brauchbare Qualitätsdaten hat?

00:19:45: Das gilt sowohl für den Spitalsektor wo wir immer noch große Überkapazitäten haben in der Schweiz und das gilt natürlich auch für die Ambulanzer.

00:19:54: Und die haben ja nicht diese Daten, und selbstverständlich gibt es sehr viele Leistungsabbringer, die das seriös anständig korrekt machen.

00:20:02: aber es gibt auch Missbrauch, das ist keine Frage und da müsste man besser und datengestützter vorgehen können.

00:20:10: Aber warum ist es sich schon lange so?

00:20:12: Wer abrechnen will zulasten der Krankenkasse muss seine Qualität belegen!

00:20:18: als Leistungsabbringer.

00:20:20: Sei das ein Spitalseiner, sein Liedergelassener Ärztin, die müssen belegen was ihre Ergebnisse, was ihre Resultate sind und was ihre Qualität ist

00:20:28: um

00:20:28: abrechnen zu können.

00:20:29: Das wäre doch ganz einfach!

00:20:30: Ja

00:20:31: ich glaube das ist die Zukunft.

00:20:32: Ganz einfach ist es nicht weil es mit sehr vielen Datenthemen Informatik, Datenschutztämen verbunden ist.

00:20:39: aber jetzt neu gibt es dieses Jahr zum ersten Mal einen Qualitätsvertrag zwischen Versicherer und Spitälern mit A plus zusammen.

00:20:47: Es gibt auch Qualitätsverträge etwa im Bereich der Physiotherapie, in dem Bereich der Nährungsmedizin.

00:20:54: Das ist am kommenden.

00:20:56: Die Frage, die sich mir stellt, wenn ich Ihnen zuhöre.

00:20:59: Wir haben zum einen gehört eben die Gesundheitsausgaben sind eigentlich eher rückläufig.

00:21:03: Also das Niveau scheint irgendwo vertretbar, wenn wir auch die Prämienverbilligungen mitdenken und den Wohlstand, den wir haben.

00:21:11: Und auf der anderen Seite haben wir die politische Debatte, die wirklich sehr stark auch auf Kostendämpfung ausgerichtet ist und wo auch die öffentliche Empörung Herbst für Herbst sehr groß ist.

00:21:21: Warum haben wir diese Diskrepanz?

00:21:25: Die Krankenkassenbremien steigen ja tatsächlich.

00:21:28: Das ist jetzt nicht irgendwie ein Scherz, sondern das merken die Leute im Portemonnaie jedes Jahr wieder neu.

00:21:34: Wir sind bei über vierhundert Franken pro...

00:21:37: Vierhundert zwölf im Durchschnitt?

00:21:38: Ja, pro

00:21:39: Erwachsenen in der Durchstelle.

00:21:40: Dann sind sie bar einer Familie mit zwei Kindern dann schon mal gegen tausend Franken oder mehr Und das ist ein Tausend Franken jeden Monat.

00:21:47: Das merken die Leute natürlich schon und es geht bei anderen Konsummöglichkeiten weg, und da verstehe ich die Leute sehr gut, dass sie sich dann stören und dass sie das belastet.

00:21:57: Es ist übrigens immer unter den Top-Dreien, und zwar schon seit Jahren Gesundheitskosten, Krankenkastenprämen, bei den Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer.

00:22:06: Ja?

00:22:07: Ich glaube, es ist nicht letztlich eine nicht ganz auflösbare Widerspruch oder alle Untersuchungen zeigen ja, ziemlich zufrieden sind mit dem System, insbesondere mit ihren eigenen Rätseln.

00:22:20: Die kriegen immer ausgezeichnete Noten aber wenn man generell fragt dann finden sie es zu teuer und die Präminanstiege nicht akzeptabel.

00:22:29: das ist ein Widerspruch der nicht ganz aufzulösen ist weil wir ja vorher gesagt haben Qualität zumindest und Innovation und diese Zugänglichkeit die wir haben die kostet etwas.

00:22:41: Aber es gibt doch auch eine Erhaltung, die viele Leute sagen eigentlich müsste dieses Gesundheitswesen einfach bereitgestellt werden.

00:22:51: Ich nutze es wenn ich es brauche und das kann nicht sein dass ich dafür so viel bezahle.

00:22:57: Wir haben gesagt ein Drittel oder mehr der Bevölkerung hat ja massive Prämienreduktionen.

00:23:03: aber auch da hört man manchmal dass das System zu teuer sei.

00:23:08: Bevor wir darüber diskutieren wie dass Sparen im Gesundheitswesen sich eben lohnen könnte, machen wir eine schnelle Runde.

00:23:15: Ich gebe Ihnen eine kurze Entwederoder-Auswahl und ich bitte Sie um eine kurzen Antwort am besten ohne Begründung.

00:23:23: Plötzlich taucht ein Wehwehchen auf.

00:23:26: Hausärztin oder Chat GPT?

00:23:28: Herr Slemböck.

00:23:30: Hausmittel.

00:23:32: Herr Gutzwilo!

00:23:34: Ich schnutze sehr oft Chat GPTV... ...oder Perplexity oder so.

00:23:39: Spital im Dorf oder Spezialistin in der Stadt?

00:23:43: Spezialisten in den Stadt.

00:23:46: Wofür, warum geht's?

00:23:47: Ich verstehe die Frage nicht!

00:23:49: Wenn Sie sich entscheiden müssten was liegt Ihnen näher?

00:23:51: spontan?

00:23:52: Kommt darauf an was ich für ein Problem habe.

00:23:55: Gut sie legen sich nicht fest...

00:23:56: Nein es kommt drauf an.

00:23:57: je nachdem brauchen wir euch das Spital in der Nähe und die Spezialists sind.

00:24:01: Franchise.

00:24:02: dreihundert oder zweitausend fünfhundert Franken

00:24:05: Das kommt auf meinen erwarteten Gesundheitszustand an

00:24:08: Herr Gutzwiener

00:24:09: Seit Anfang an, zweitausendfünfhundert.

00:24:12: Mehr Lebensjahre oder mehr Lebensqualität?

00:24:15: Qualität.

00:24:17: Qualität?

00:24:18: Bonus für Gesundheitsbewusste oder Malos für Raucher?

00:24:23: Wieder noch!

00:24:24: Bonus in gewissen Bereichen – man müsste das definieren.

00:24:28: Das bringt uns zum nächsten Thema.

00:24:30: wenn ich auf eine unnötige Untersuchung verzichte sinkt meine Prämie nicht, wenn mein Arzt sparsam ist verdient er weniger.

00:24:40: Wenn mein Kanton sein Spital schließt fehlen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

00:24:44: Herr Gutzwiler lohnt sich sparen in diesem System überhaupt für irgendjemanden?

00:24:49: Die Thematik Anreize ist eine weitere wichtige Thematiker in unserem System Und die Anreiz sind nicht so dass sie sparen lohnen würde.

00:24:58: Es gibt Ausnahmen, zum Beispiel die alternativen Versicherungsmodelle.

00:25:01: Da kann man ein bisschen sparen weniger Prämien und dafür den Zugang etwas Einhängen, Telemedizin oder sonst etwas.

00:25:08: Das machen die Leute auch.

00:25:10: Das ist auch gut und sicher vernünftig für die Zukunft aber ansonsten haben die Leute keinen wirklichen Anreiz.

00:25:17: Man hat ja von neuen Apparaturen in der Praxis etwa von Amortografen gesprochen Also, dass das Geschäft laufen muss und die Maschinen amortisiert werden müssen.

00:25:28: Das ist ziemlich klar.

00:25:29: Es ist auch klar, dass die Patienten nicht in die Praxis kommen wollen um zu hören ja sie haben nichts oder es braucht dann nur ein Hausmittelchen und nicht eine bildgebende Untersuchung.

00:25:40: Auch auf dieser Seite stimmen die Anreize nicht.

00:25:43: Auch wie Sie zurecht angesprochen haben weder im Spital noch in der Politik oder die Kantonsregierungen, die hier eigentlich entscheidend wären sind in einem völligen widersprüchlichen Feld.

00:25:55: Sie sind einerseits noch immer teilweise Betreiber und Besitzer von Spitälern, was völlig falsch ist.

00:26:01: Sie legen die Tarife fest, drittens sind sie dann auch Schiedsrichter im Tarifstreit und das führt einfach zu keinen wirklich rationalen zum Beispiel Spitalplanungskonzepten.

00:26:14: Da stoßen wir uns seit Jahren dran aber Das ist im Föderalismus sehr schwierig zu ändern.

00:26:20: Ja, das ist ein exzellenter Punkt.

00:26:21: Das ist seit Jahren mein Anliegen.

00:26:24: Man müsste eigentlich die Kantone aus dem Gesundheitswesen rausnehmen.

00:26:27: Die dürfen noch eine Aussichtsrolle haben aber sonst müsste man tatsächlich Gesundheitsregionen schaffen, die größer sind wo die Planung eben nicht an der Kantonsgrenze... Wir haben zum Teil sehr kleine Kantone wo die planung nicht an den Kantonskränzen aufhört sondern wo man eben größere zusammenhängende Gesundheitsräume dann auch versorgen kann über Gesundheitsnetze, die auch im Wettbewerb zueinander stehen dürfen und wo die Kantone noch eine Aufsichtsrolle haben.

00:26:54: Das ist gut.

00:26:55: oder werden Sie da ein bisschen schauen?

00:26:57: Dass es einen Angebot gibt in Ihrem Kanton dass irgendwie das Hinterrecherchental nicht vernachlässigt wird.

00:27:02: Das kann auch immer die Aufgabe der Kantone sein aber eigentlich müssten wir große zusammenhängende Gesundheitsräume haben und die Kantonne stark genau wegen der beschriebenen Probleme reduzieren in ihrer Rolle im Gesundheitswesen.

00:27:14: Was

00:27:14: ein ziemlichem Boratikmen wächst!

00:27:16: Ja, das

00:27:16: mögen die natürlich nicht.

00:27:17: Weil die Politiker gerade die Kantonspolitiker sind.

00:27:20: ehrlich gesagt dort hockt meistens das Problem nicht so sehr auf Bundesäbene sondern in den Kantonen wo natürlich jeder Steili sein Spiel Steili behalten will.

00:27:30: ungeachtet der Qualität weiß man meistens nichts und ungeachter der Kosten hängen die daran fest und die Kantonparlamente sind eigentlich die die Reformen bremsen.

00:27:40: Die Gesundheitsdirektorenkonferenz hat ja kürzlich jetzt gesagt dass sie in einer dreijährigen Phase, das Thema endlich ernst nehmen wird.

00:27:48: Man muss einfach dann sehen wie das System gesteuert wird.

00:27:51: ich persönlich bin nicht überzeugt dass eine Übergabe der Kompetenzen an dem Bund unbedingt das Richtige wäre.

00:27:58: Ich auch nicht nein

00:27:59: Sondern die Kantone müssten eigentlich ein neues Steuerungsinstrument geschaffen, die diese Spitalregionen dann erleiten könnten weil...

00:28:08: Ist ja den Wettbewerb, da braucht es kein neues Steuerungshistum.

00:28:11: jetzt kann man mit Wett bewerben machen.

00:28:13: Das Thema Spitalplanung ist ein großes Themenfeld für sich.

00:28:17: Im Moment ist diese GDK-Planung noch in der ersten Phase und es gibt auch Vorstöße im Parlament, das wird sicher nach zu reden geben.

00:28:24: Herr Slembek Sie haben auch in einem Zeitungsinterview kürzlich vorgeschlagen, dass lebenslängende Therapien am Lebensende – wenn man darauf verzichtet – tiefere Prämien bezahlen kann soll.

00:28:36: Würden sie diese Selbstrationierung auch für sich selbst unterzeichnen?

00:28:40: Ich wurde gefragt über Rationierung oder ob es jetzt nicht an der Zeit wäre, dass man mal das Gesundheitswesen irgendwie einschränkt und rationiert.

00:28:48: Und meine Meinung ist – das wirklich die persönliche Meinung – das schaffen wir kollektiv nicht!

00:28:54: Wir werden nicht dazu kommen zu sagen ab achtzig Jahren zahlen wir keine neuen Hüften mehr oder irgendeine solche Leistungseinschränkungskataloge.

00:29:03: Das schaffen wir gar nicht, oder?

00:29:05: Das ist zu schwierig.

00:29:07: Und ich glaube, wir haben auch ein System, wo das nicht unbedingt nötig ist.

00:29:10: Aber wenn man sich einschränken könnte, könnte das höchstens jeder für sich selber entscheiden.

00:29:16: Das wäre für mich das einzig denkbare, dass man sagt okay... Ich verzichte auf gewisse Leistungen und auf gewissen Eingriffe.

00:29:25: Meistens würde es dort einschenken, wo es teuer wird, nämlich am Lebensende Unabhängig vom Alter, das Lebensende kann irgendwann sein und dann fallen die hohen Kosten an.

00:29:36: Ich nenne zum Beispiel Beatmungsgeräte.

00:29:38: Ein sehr teurer Eingriff.

00:29:40: Könnte sagen ich auf gewisse Medikamente, auf eine künstliche Beatmung verzichte ich a priori oder?

00:29:48: dann wüsste man berechnen, wie viel weniger Prämie würde man dann zahlen und dann würde ich mich auch entscheiden.

00:29:53: Aber es ist noch schwierig wenn man dann im gesunden Zustand entscheiden muss darüber was konsumiere ich am kranken Zustand?

00:30:00: Ist das realistisch?

00:30:02: Vor allem vorab gesagt, ich würde es nicht an die Prämien binden!

00:30:05: Das finde ich falsch weil die Entscheidungsfreiheit bleibt sehr wichtig und soll nicht beeinflusst werden oder gar ein Druck entstehen dass ich so zu sagen ökonomisch meinen Tod finde und möglichst wenig Kosten für die Allgemeinheit oder für mich selber verursache.

00:30:21: Sonst soll ein freier Entscheid sein, da bin ich einverstanden.

00:30:24: Es gibt immerhin sehr viele Menschen, die in ihren Patienten-Verfügungen zum Beispiel das Nichtreanimieren drin haben aber als freien Scheid ohne Connects zu den Prämien.

00:30:35: Ich persönlich bin auch gegen Rationierungen.

00:30:37: Wir sind zum Glück ein reiches Land.

00:30:39: Die Fälle sind auch im hohem Alter sehr unterschiedlich.

00:30:43: Weshalb soll ein neunzigjähriger, der noch relativ fit ist und eine fremde Coronaraterie hat?

00:30:50: Weshalb sollen er nicht einen Ballon bekommen in Aufbund und ihm noch weitere fünf fiete Jahre geben wenn er das will.

00:30:57: Und wenn das funktioniert ich sehe da keine Begründung einzugreifen oder sogar staatlich einzuggreifen sondern die Menschen sollen das selber entscheiden.

00:31:06: Sie haben vorhin alternative Versicherungsmodelle erwähnt, wie zum Beispiel ein Hausarzt-Modell.

00:31:11: Könnte das einen Weg sein?

00:31:12: Weil viele Leute wählen ja diese Modelle.

00:31:14: Das heißt man will vielleicht nicht auf die Leistung verzichten aber auf dem Weg hin zur Leistung bin ich durchaus bereit ein paar Hürden mehr zu durchlaufen.

00:31:23: Ja, und ich sehe das nicht nur als Hürden oder sind teilweise eben gute Telemedizin.

00:31:28: Kann wirklich teilweise helfen das Problem zu entschärfen schneller zu lösen, zu beruhigen und und und also.

00:31:35: es ist nicht nur eine Barriere sondern es sind verschiedene weniger intensive Ressourcen nutzende Maßnahmen die es sinnvoll sein können.

00:31:43: Zukunft mit KI wird das Teilreise noch zunehmen und ich glaube die Menschen verstehen, dass wenn sie dafür eine Prämienreduktion bekommen, dass es Sinn macht dieses Potenzial der Schritte zum Besuch im Spital oder in der Ambulanz dann wirklich durchzugehen.

00:31:59: Herr Slembe, geben wir einfach den Weg hin zur Leistung etwas erschweren.

00:32:03: Das klingt jetzt negativ sondern eher vielleicht ein paar anderes gestalten?

00:32:06: Absolut!

00:32:07: Ich meine letztlich geht niemand gerne ins Spital oder also wer das vermeiden kann ist ja sowieso mal froh.

00:32:12: und wenn man den Menschen dort noch eine Hilfe anbietet sagt okay er können das noch vorher abklären so dass du dann möglichst nicht in Spital musst.

00:32:21: Dann werden die Leute das auch nicht als Hürde sehen sondern eben eher als Handreichung als Hilfestellungen.

00:32:28: Wenn wir jetzt nach vorne schauen, kommen zwei Neuerungen im Gesundheitswesen.

00:32:32: zum einen F-Wass.

00:32:33: Die einheitliche Finanzierung ambulant stationär, dass die Kantone eben nicht mehr wie bis herfünfundfünfzig Prozent stationär und nichts ambulant bezahlen sondern einen Anteil an allen ambulanten unstationären Leistungen.

00:32:46: Und zum zweiten legt der Bund auch erstmals Ende sechsundzwanzig jetzt Kostenziele fest für zwanzig achtundzwzig bis einunddreißig.

00:32:56: Wenn wir diese zwei Elemente nehmen, sind das gute Aussichten?

00:32:59: Was erwarten Sie davon oder wird es keinen Effekt haben.

00:33:04: Ich habe eine klare Meinung, FFAS Null-Effekt.

00:33:07: also ich habe nicht verstanden warum das eine Rolle spielen sollte.

00:33:10: diese Finanzierungsmotor zu spielt überhaupt gar keine Rolle für die Kosten.

00:33:16: Die

00:33:16: Idee wäre ja dass dann die ambulanten Behandlungen auch von der Finanzierung her attraktiver werden und mehr gemacht werden.

00:33:23: Aber das liegt daran, dass kann man ganz anders steuern.

00:33:26: Dass über die Finanzierung zu steueren ist von mir aus gesehen nicht zielführend um es vorsichtig zu sagen.

00:33:31: Ich verspreche mich gar nicht zu davon weil... Man muss sich da immer fragen wer trifft und überhaupt die Entscheidung ob es ambulant oder stationär gemacht wird?

00:33:41: Nicht eben nicht der Finanzierer!

00:33:42: Das ist eben der Witz am besten.

00:33:43: aber ich glaube das hat irgendwie... Ich verstehe nicht warum das keiner verstanden hat.

00:33:47: Wenn schon liegt's am Tarif.

00:33:49: Der Tarif macht den Unterschied nicht die Finanzierung.

00:33:52: Wir haben jetzt einen Finanzierungsbruch gekittet, jetzt ist es durchgängig die gleiche Finanzierung.

00:33:57: Das ist aber eigentlich nicht das matchentscheidende sondern dass wir unterschiedliche Tarife haben ist das match entscheidende.

00:34:04: und wenn schon jemand bei der Entscheidung ob ambulant oder stationär sich das überlegt finanziell dann geht es wenigstens um den tarif und nicht um die hinterliegende Finanzierung.

00:34:13: darum verspreche ich mir da gar nichts davon bei den Kosten sind.

00:34:20: Die Idee kommt aus einer Kommission, wo ich auch dabei war Bundeskommission Expertengruppe und wir haben das vorgeschlagen allerdings in einer ursprünglich härteren Form dass es auch Sanktionen geben können sollte.

00:34:34: Das wollte das Parlament nicht.

00:34:36: Falls man die Kostenziele verfehlt, und zwar sind Wachstumsziele, muss man korrekt sagen ganz wichtig oder?

00:34:45: Wir sind nicht davon ausgegangen dass sie kosten nicht mehr wachsen aber dass sich vernünftig wachsen und dass sie begründbar wachsen zum Beispiel durch Demografie oder durch einen Faktor für technischen, medizinische Fortschritt in einem vernünftigen Maß.

00:34:57: So wie wir auf der Autobahn, wir sagen hundertzwanzig in der Schweiz ist so eine vernünftigige Geschwindigkeit da hatten sie nicht immer alle dran.

00:35:04: aber es gibt auch nicht gerade immer eine Busse wenn man mal hundertzwanzig fährt also ein bisschen mit Spatzix und so mehrso wie diese Quartierkameras wo dann heißt Sie fahren fünfunddreißig hier ist im Fall nur dreißig Dann macht der Smiley einen Latch.

00:35:20: Also ein Feedback-System auf kantonaler Ebene, wo dann die Journalistinnen und Journalisten kommen.

00:35:27: Und fragen warum haben wir liebe Regierungsrätin?

00:35:31: die Kostenziele in unserem Kanton nicht eingehalten, dass das System etwas accountable für die Kosten verantwortlich wird und die Journalisten nicht fragen warum hast du das Spital geschlossen sondern warum hast Du die Kostenziele nicht erreicht?

00:35:44: Das ist eigentlich ein bisschen der Mechano.

00:35:46: Und das funktioniert vielleicht über den öffentlichen Druck auch ein wenig ohne Sanktionen, ohne dass man jetzt harte Sanktsionen direkt hat.

00:35:55: Insofern verspreche ich mir da schon mindestens Transparenz Das ist die Wachstumserwartung als Ziel, ein Wachsungszielvorgabe und jetzt ist es so herausgekommen.

00:36:08: Und wenn dann ein Kanton dauerhaft über diesen erwarteten Zielen liegt, kommt ein Handlungsdruck rauf.

00:36:14: Dann muss man sich schon überlegen warum dieser Kanton ständig teurer also eigentlich sein sollte?

00:36:19: Über diesem Mechano auch ohne direkte Sanktion könnte das eine Wirkung entfalten.

00:36:24: Herr

00:36:25: Kurzwiller, Ihre Einschätzung?

00:36:26: Ja nur kurz.

00:36:27: Mit dem ersten Teil bin ich nicht ganz einverstanden.

00:36:30: Erstens war es eine Anomalie, dass im Spitalsektor gewisse Spitalambulante Leistungen die Versicherung zu hundert Prozent bezahlt haben.

00:36:38: Das hat zur Verzerrung geführt und zu falschen Anreizen weil wenn ich das Spital ambulant machte konnte ich das auslagern und nicht zulassen meiner Spitalrechnung also das ist sehr gut, dass dieser falsche Anreiz mal weg ist.

00:36:51: Zum Zweiten denke ich nicht, dass das Verschieben in die Ambulanz von der Finanzierung her eine falsche Politik ist.

00:36:58: Sicher ist es die Tariffrage, das entscheidend.

00:37:01: Aber da sind die Tariffpartner dran und werden ambulante Leistungen anders verküten, sodass ein echter Anreize hat, sie auch ins Ambulance zu verschieben.

00:37:11: Zu dem ganz wichtig ... Der Test wird darin legen ob dann stationäre Kapazitäten abgebaut werden.

00:37:18: Sollen die auf dem gleichen Niveau bleiben oder weiter ausgebaut, wie teilweise jetzt in der Schweiz?

00:37:23: Dann wird das Entschuss in den Ofen.

00:37:25: aber wenn die stationären Kapazität zurückgehen, die Anreize für ambulante Leistungen da sind und herumgesetzt werden, dann kann man sich vielleicht eben doch etwas davon Versprechen.

00:37:36: Sorry, das ist ein bisschen viel.

00:37:37: Wenn, oder?

00:37:38: Aber das gebe ich Ihnen, wenn die stationären Kapazitäten, Überkapazitäten abgebaut oder zumindest zusammengelegt werden, Schließungen der vielen Kleinen oder Zusammenfassung der vielen kleinen zu größeren Einheiten, oder...

00:37:50: Und da sind wir dann vielleicht wieder beim Handlungsdruck, den es dafür braucht und könnten da die Kostenwachstumsziele ihrer Meinung nach auch eine Wirkung

00:37:57: entfallen.

00:37:57: Ja natürlich!

00:37:59: Die Expertengruppe von Herrn Slembbeck in Ehrenwaffel ist ein bisschen ein theoretischer Konstrukt mit vielen Komplikationen in der Realität.

00:38:07: Eine Hauptkomplication ist jetzt die Änderung des ganzen Finanzierungssystems, die an sich eine Kostennynamik entwickelt.

00:38:13: oder wir sehen schon jetzt in den ersten Zahlen das die Änderungen von Tame zu Tartog zu einem Kostensub vermutlich führen wird.

00:38:22: aus verschiedensten Gründen.

00:38:24: Hat man das in das Kostenziel eingepreist oder nicht?

00:38:27: Der Druck ist jetzt groß, dass teilweise rauszunehmen aus der Betrachtung der Kostenziele.

00:38:32: Also ich denke zumindest für die nächsten paar Jahre wird das nicht sehr konkret hilfreich sein und danach wird man sehen.

00:38:39: vom Grundsatz her habe ich sicher nichts gegen Kostenziele aber jetzt in dieser schwierigen Änderungsphase denke ich wird das komplex sein.

00:38:48: Ich glaube Tardoc wird noch ein sehr großes Thema werden.

00:38:50: Der ist glaube ich ziemlich schief gelaufen im Gesetz.

00:38:53: Auch das ein Podcast-Thema für sich.

00:38:56: Für sich schon ziemlich nahe am Ende unserer Sendung, damit wir vielleicht auch ein wenig positiv enden können.

00:39:02: was läuft denn so richtig gut in unserem Gesundheitswesen?

00:39:06: Herr Gutzwiller!

00:39:07: Also der erste Punkt ist sicher dass die Schweizer und Schweizerinnen stolz sein können auf dieses Gesundheitswesend.

00:39:12: wenn wir uns rumschauen und ich bin nachher öfters im Ausland und man muss da gar nicht vom globalen Süden reden sondern was ich in Deutschland sehe, das ich in den USA sehe, wo es ja kürzlich wieder war.

00:39:24: Das sind Zustände die wir nie und unsere Bevölkerung nie tolerieren würden.

00:39:29: Ich würde sagen zweitens, was wirklich unterschätzt wird in der Schweiz.

00:39:33: Soziale Diskriminierung findet praktisch nicht statt.

00:39:37: Zugänglichkeit für jedermann losgelöst von seiner wirtschaftlichen Stärke ist.

00:39:42: gegebenen diesem System gibt es vielleicht ein paar Unterschiede in der Nutzung von zusätzlichen Privatversicherungen und von direkten Zugang zu irgendwelchen Kapazitäten.

00:39:52: Aber im Prinzip für eine qualitativ hochstehende Medizin ist jedermann den Zugang gesichert, also das sind sicher positive Nachrichten.

00:39:59: Und damit ist auch klar dass die Herausforderung für die Zukunft ist dieses System weiterzuentwickeln etwas günstiger dank besserer Qualitätsmessung zu machen und in einem Bereich von so, wie wir das gesagt haben, ein-zwei Prozent wachstum anzusiedeln.

00:40:17: Dann sind wir auf der guten Seite.

00:40:20: Das kann ich mich sehr gut anschließen bei diesen Punkten!

00:40:24: Der Zugang ist wirklich sehr, sehr gut und sehr egalitär in der Schweiz.

00:40:28: Und etwas was sie vorhin bei Eingangsamt hatten habe ich sehr gefreut ist die Schnelligkeit des Systems.

00:40:33: also das muss man einfach wissen.

00:40:35: wir haben eines der schnellsten Systeme.

00:40:38: man bekommt am schnellsten einen Termin irgendwo auch wenn man vielleicht mal irgendwann ein bisschen warten muss in der schweiz.

00:40:44: im Vergleich zum Ausland ist es nichts oder?

00:40:46: Da muss man sich bewusst sein.

00:40:48: Wir haben so Kapazitäten gerade bei den Spitälern.

00:40:51: Die werden dann halt gefüllt auch unnötigerweise gefühlt.

00:40:54: Das sind eben diese zwanzig Prozent Luft im System bei gleicher Qualität, die wir noch rausholen müssten.

00:41:01: aber diese Luft wird gefüllt und aufgebaut.

00:41:04: Die bewirkt dass wir sehr schnell sind das unser System hoch reagiert ist und wir müssen dem system Insgesamt trotzdem Sorge halten.

00:41:12: Die Schweizer sind halt, wir fahren in einer Luxuskarosse und beschweren uns das, dass die Luxuscarosse also so teuer ist.

00:41:18: oder wenn man im Rolls-Royce rumfährt, ist es halt teuer, oder?

00:41:21: Aber eben vergleich zu vielem anderem fahren wir halt schon mehr oder weniger in einem Rolls Royce und der kostet was.

00:41:28: Ja, die Gesundheitskosten ein Thema mit vielen Einflussfaktoren und ein Thema, das uns alle auch ganz direkt betrifft.

00:41:35: Ich nehme drei Punkte mit.

00:41:36: Erstens, es lohnt sich auch genau hinzuschauen Wie groß die Last der Gesundheitskosten tatsächlich ist.

00:41:42: Die Prämien steigen und für viele Haushalte gerade im Mittelstand, ist das stark spürbar.

00:41:48: Gleichzeitig sind Wirtschaftsleistungen und Einkommen pro Kopf in Franken auch gestiegen.

00:41:53: Zweitens wer nur die Kosten anschaut vergisst dass eine Ausgabe auch eine noch höhere Ausgabeverhindern kann.

00:42:00: Eine wirksame Behandlung kann Folgebehandlungen, Spitalaufenthalte und Pflege ersparen – und wer gesund ist, kann arbeiten und am Leben teilnehmen.

00:42:09: Und drittens die Bevölkerung will eine gute Versorgung und ist bereit dafür zu bezahlen.

00:42:14: In einer Studie von Ihnen Herr Slembek würden die Befragten für einen besseren Zugang zur Medikamenten rund fünfzig Franken mehr Prämie pro Monat bezahlen!

00:42:24: Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur wie wir Kosten senken, sondern auch wie wir dafür sorgen dass jeder Franken möglichst viel Gesundheit bringt.

00:42:33: Das war Gesundheitspolitik im Fokus.

00:42:35: Thielmanns Lemberg, Felix Gutzwiler.

00:42:37: ganz herzlichen Dank für dieses muntere Gespräch!

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